The Son of Bigfoot (2017)

The Son of Bigfoot (2017)

Bigfoot Junior
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  3. 92 Minuten

Filmkritik: Haarige Familiengeschichte

Hoppla!
Hoppla! © Impuls Pictures AG

Adam ist ein Aussenseiter in der Schule. Immer wieder wird er gepiesackt, geplagt und wenn er sich aufregt, brechen seine Füsse durch die Schuhe... Ganz normale Teenagerprobleme also. Zwar versucht er, diesen Vorfall mittels Klebeband zu retten, macht sich aber damit zum Gespött der Schule. Als ihm einer der Rüpel beim Nachsitzen dann auch noch Kaugummi ins Haar steckt, ist Adams Tiefpunkt erreicht. Die Mutter kann den Gummi zwar aus den Haaren schneiden, aber die volle Pracht ist somit Geschichte. Aber nur bis zum nächsten Morgen - denn beim frühmorgendlichen Blick in den Spiegel ist das Haar schon wieder voll nachgewachsen! Was ist denn hier los?

Der Traum aller Glatzenträger?
Der Traum aller Glatzenträger? © Impuls Pictures AG

Als Adam per Zufall ein paar Briefe seines vor langer Zeit verschwundenen Vaters findet und sich zur grossen Suche in den Wald aufmacht, wird das Rätsel gelöst: Adams Papi ist Bigfoot! Dieser musste seine Familie vor Jahren zu seinem und ihrem Schutz verlassen und hält sich seitdem in den Wäldern versteckt. Doch das grosse Vater-Sohn-Treffen bleibt nicht unbeobachtet! Da die DNA, die schnellen und festen Haarwuchs garantiert, für entsprechende Geschäftsleute Gold wert ist, heften sich dem Duo schon bald dunkle Gestalten an die Fersen, das sich nun mit allerlei Witz und (übermenschlicher) Kraft zur Wehr setzen muss.

Bigfoot Junior ist eine solide Produktion geworden, die vielleicht inhaltlich und animationstechnisch nicht mit den Klassenbesten mithalten kann, sich aber locker im guten Mittelfeld behauptet. In der deutschen Fassung sprechen zudem mit Tom Beck, Santiago Ziesner und Tim Sander bekannte Stimmen mit.

Wer 2013 Das magische Haus gesehen hat und auch mal einen Blick in Sammys Abenteuer geworfen hat, kennt die Arbeiten von Jeremy Degruson und Ben Staassen. Die belgischen Filmemacher legen alle paar Jahre einen schönen Animationsfilm vor, der nicht nur von der Machart solide und akzeptabel daherkommt, sondern auch inhaltlich meistens etwas über dem Durchschnitt schwebt. Nun ist ihr neues Werk da: Bigfoot Junior.

Eingebettet in schöne Bilder und (gegen Ende hin) flotte Action, entpuppt sich die Story des Sohnes auf der Suche nach seinem Vater als herzig und liebevoll erzählt. Immer wieder werden lustige Momente hineingepackt, die sich mit Alltagsproblemchen messen müssen, für die ebenfalls genügend Filmzeit einberechnet wurde. Das ergibt eine vor allem im ersten Teil humorvolle und sympathische Story, die vieles richtig macht und somit das Abenteuer optimal lanciert.

In der zweiten Hälfte wird dann dieser Aufbau zu Gunsten von Action und nicht mehr so feiner und passender Komik etwas geopfert, so dass man das Gefühl bekommt, die Story sei nicht ganz ausgereift präsentiert worden. Für Kids gibt es aber weiterhin genügend zu entdecken und zu lachen. Vor allem bei denjenigen, bei denen die Pubertät (im Film ein Thema) noch etwas weiter entfernt ist...

Dani Maurer [muri]

Muri ist als Methusalem seit 2002 bei OutNow. Er mag (fast) alles von Disney, Animation im Allgemeinen und Monsterfilme. Dazu liebt er Abenteuer aus fremden Welten, Sternenkriege und sogar intelligentes Kino. Nur bei Rom-Coms fängt er zu ächzen an. Wobei, im IMAX guckt er auch die!

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