Singularity (2017)

Singularity (2017)

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  3. 92 Minuten

Filmkritik: Auf der Suche nach einer besseren Welt

Helles Köpfchen?
Helles Köpfchen?

Elias Van Dorne (John Cusack) ist CEO des grössten Roboterherstellers der Welt. Seine Maschinen werden Teil des Alltags und eine Wohnung ohne mechanische Hilfe gibt es nur noch sehr selten. Die Idee, eine Intelligenz zu erschaffen, die alle Kriege der Welt beendet und für Frieden sorgt, lässt der geschäftige Mann ebenfalls auf die Menschheit los. "Kronos", so der Name des Programms, merkt aber bald, dass es die Menschen selber sind, die Kriege verursachen und beginnt deswegen, die Erdoberfläche mittels riesiger Kampfroboter von diesen zu säubern.

Dunkle Aussichten
Dunkle Aussichten

Viele Jahre später leben nur noch ein paar Menschen auf dem Planeten. Versteckt und im Geheimen agierend, sind sie auf der Suche nach Erlösung und einem Weg zur letzten Menschenstadt. Die junge Calia (Jennine Wacker) ist eine dieser Suchenden. Sie trifft bei ihrer Reise auf Andrew (Julian Schaffner), der sich in dieser verlassenen Welt kaum zurechtzufindenscheint. Gemeinsam nehmen sie die Reise in Angriff, wobei Calia bald merkt, dass mit Andrew etwas Schräges los ist. Ist er am Ende nicht der, den er vorgibt zu sein?

Selbst Starpower kann Singularity nicht vor dem Abschiffer retten. Eine interessante Ausgangslage wird einmal mehr links liegengelassen und von schwachen Darstellern ignoriert. Die Effekte sind billig und schlecht, John Cusack spielt auf Autopilot und die beiden jungen Hauptfiguren könnten langweiliger kaum sein. Finger weg!

Die Welt in Schutt und Asche, Maschinen am Kommandohebel und über allem herrscht eine künstliche Intelligenz. Was auf den ersten Blick extrem nach Terminator klingt, heisst Singularity und ist ein langweiliger Film über eine kaputte Zukunft, in der John Cusack scheinbar nachträglich noch in den Film geschnitten wurde.

Die Story hört sich eigentlich interessant an, jedoch schafft es Regisseur Robert Kouba in keiner Sequenz, auch nur den Anflug von Spannung zu erzeugen. Das mag einerseits am überblickbaren Budget und den daraus folgenden billigen Spezialeffekten liegen, andererseits aber auch an der Geschichte, die nur schleppend vorankommt und den Figuren keinerlei Platz zur Entfaltung gibt. Das ist gleichbedeutend mit langweiligen Charakteren, nichtssagenden Gesprächen unterm Sternenhimmel und einem murmelnden John Cusack, der mit Star-Kollege Carmen Argenziano für ein bisschen Hollywood-Feeling sorgt. Dass Cusack aber keine gemeinsamen Szenen mit den beiden Protagonisten hat, sagt vieles über die Qualität der Produktion aus.

So plätschert Singularity weitestgehend dahin und bietet lediglich am Anfang eine semi-interessante Einführung und am Ende ein Finale, das wenigstens fürs Trash-Auge etwas bietet. Die restlichen 70 Minuten sind langweilig und uninteressant.

/ muri

Kommentare Total: 2

jon

Das John Cusack in keiner Szene mit den Hauptdarstellern zu sehen ist, hat einen guten Grund: Der Film hiess mal "Aurora", wurde vor mehreren Jahren gedreht und hatte auch schonmal einen Trailer. Dann konnte aus unbekannten und sicher nicht mit grünen Nötchen verknüpften Gründen John Cusack dazugeholt werden, es wurde munter dazugedreht und dazugeschnitten. Das Endprodukt landete als "Singularity" auf dem Markt.

muri

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