Paddington 2 (2017)

Paddington 2 (2017)

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  3. 103 Minuten

Filmkritik: Bärenfalle

Paddington in "The Grand Budapest Prison"
Paddington in "The Grand Budapest Prison" © Frenetic Films

Der kleine Braunbär Paddington möchte seiner Tante Lucy für deren kommenden 100. Geburtstag unbedingt ein ganz bestimmtes Klappbuch über die Sehenswürdigkeiten von London schenken. Doch just als er das Geld für das Buch zusammen hat, wird das gute Teil aus dem Laden von Antiquitätenhändler Gruber (Jim Broadbent) gestohlen. Schlimmer noch: Die Schuld für den Diebstahl wird Paddington in die Schuhe geschoben, der dann vor Gericht zu zehn Jahren Haft verurteilt wird. Die Familie Brown, bei der Paddington seit einiger Zeit lebt, beginnt daraufhin nach dem wahren Täter zu suchen.

Nachdem der erste Film über die Kinderbuch-Figur des im Juli 2017 verstorbenen Michael Bond Paddington ein voller Erfolg war - in der Schweiz wollten ihn fast 200'000 Kinobesucher sehen - kehrt der schusslige, aber auch äusserst liebenswerte Titelheld zurück. Diese mit ganz viel Liebe zum Detail inszenierte Fortsetzung ist erneut ein Film zum Gernhaben, die viele Lacher bietet und am Ende sogar richtig zu Tränen rührt. Dass der Bär in den Knast geschickt wird, könnte etwas zu düster für die ganz Kleinen sein, doch ansonsten ist dies perfekte Familienunterhaltung mit dem Herz am rechten Fleck und wichtigen Botschaften für die momentan finstere Zeit.

/ crs

Kommentare Total: 2

sma

"If we're kind and polite the world will be right."

Paddington 2 ist nicht nur der Film, den die Welt braucht, es ist auch eine der besten Fortsetzungen der Filmgeschichte. Er ist so viel mehr als ein charmanter Familienfilm und hat unendlich viel Herz. Deshalb kann man Regisseur Paul King auch verzeihen, wie dreist er sich bei Wes Andersons Meisterwerk The Grand Budapest Hotel bedient hat.

Schon die erste Szene, eine Rückblende in Peru, hat mich emotional abgeholt. Spätestens bei der finalen Szene des Films war ich dann aufgelöst in Tränen. Es ist eine Belohnung dafür, dass Paddington der beste Mensch/Bär auf der Welt ist, dass (fast) nichts seine Gutmütigkeit und den ewigen Glauben an das Gute im Menschen beschädigen kann. Auf dem Weg dahin habe ich mich dabei erwischt, wie ich mir wirklich Sorgen um den animierten Bären gemacht habe. Obwohl der Ausgang der Handlung bei solchen Filmen ja eigentlich glasklar ist. Bei den Schauspielern muss man natürlich den ewigen Hugh Grant erwähnen, der hier einen sympathischen Bösewicht spielt. Und auch Sally Hawkins und Brendan Gleeson passen perfekt in ihre Rollen. Besonders loben möchte ich auch, mit welchem Selbstverständnis hier eine vielfältige Britishness dargestellt wird, die jeden Brexitbefürworter zum Verlierer macht. Und natürlich ist Paddington zweites Abenteuer auch wieder äusserst witzig.
Für diesen fantastischen Film verdient Paul King mehr als nur ein Marmeladensandwich.

crs

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