Murder on the Orient Express (2017)

Murder on the Orient Express (2017)

Mord im Orient-Express

Auf einer Zugfahrt wird ein reicher Amerikaner erstochen aufgefunden. Der sich an Bord befindende Detektiv Poirot beginnt den Täter zu suchen und trifft auf viele Verdächtige. Doch wer genau ist der Mörder und wird er vielleicht noch einmal zuschlagen?

Regie
Darsteller
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Genre
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Laufzeit
114 Minuten
Produktion
, 2017
Kinostart
, , - Verleiher: Fox
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Trailer 2 Deutsch, 01:48

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Kommentare Total: 5

daw

Zieht sich am Schluss in die Länge, aber die Charaktere sind echt cool und werden gut gespielt. Unterhaltsamer Krimi :-)

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Kenne die Romane nicht. Fand den Film aber über die gesamte Laufzeit recht unspektakulär erzählt. Es hat viel zu viele Figuren drin. Jaja mir ist schon bewusst, das es im Buch auch so ist. Aber Penelope Cruz oder Willelm Dafoe bieten nur Leerlauf.

Immerhin hat es ein paar hübsche Bilder (abgesehen vom hässlichen CGI) und Kenneth Branagh brachte mich ab und zu zum Schmunzeln.

ebe

Als Teenager habe ich alle Agatha-Christie-Romane verschlungen, die die lokale Bibliothek hergeben konnte. Bin daher so etwas wie ein Fanboy und hab mich entsprechend auf die Neuverfilmung gefreut - gerade auch, weil der gute alte Whodunit-Ansatz der Autorin ein wenig aus der Mode gekommen ist. Denn heute müssen Krimis meistens etwas mehr bieten als einen Mord, die Aufreihung von Verdächtigen, den Meisterdetektiv und die überraschende Auflösung am Schluss. Die Werbekampagne für Murder on the Orient Express versprach hingegen einen im besten Sinne altmodischen Krimispass mit feiner Starbesetzung.

Nun ja, wie's so häufig ist bei hohen Erwartungen, wurden diese leise enttäuscht. Der Film holpert ähnlich, wie es die Fahrt mit dem Orient Express anno 1934 getan haben muss. Irgendwie schafft es Branagh nicht, die Plottwists virtuos miteinander zu verknüpfen. Störend ist insbesondere, wie sein von ihm selbst gespielter Hercule Poirot nicht nur seinen Mitreisenden, sondern auch den Zuschauern immer einen Schritt voraus ist. Wie aus dem Nichts trompetet er seine überraschenden Enthüllungen in die Runde, ohne dabei einen Anhaltspunkt zu geben, wie er darauf gekommen ist. So wirkt der Überraschungseffekt bei der Auflösung dann mehr schwerfällig denn elegant.

Ebenfalls etwas unausgegoren ist der Wandel des Filmes von der augenzwinkernden Krimikomödie am Anfang zum Melodrama am Ende - was allerdings auch der literarischen Vorlage geschuldet ist. Der Wandel von Hercule Poirot vom eitlen Exzentriker zum revolverschwingenden Helden im moralischen Zwiespalt geschieht dann aber doch ein wenig brüsk.

Immerhin schaffte es der Film, mit der schwelgerischen Inszenierung die Nostalgie-Gefühle in mir wiederzuwecken. Auch das Star-Spotting macht natürlich Spass. Das Highlight kommt zum Schluss: Wenn Michelle Pfeiffer den wunderschönen Tearjerker-Song Never Forget anstimmt, erlebt man während des Abspanns sogar noch einen Gänsehaut-Moment, so dass man den Kinosaal mit einem positiven Gefühl verlässt. Und sich auf die mögliche (?) Fortsetzung "Der Tod auf dem Nil" freut, die in der Schlussszene in Aussicht gestellt wird.

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