Mother! (2017/II)

Mother! (2017/II)

Oder: Tag der offenen Tür

Ich will doch einfach nur meine Ruhe.

Ich will doch einfach nur meine Ruhe.

Irgendwo im Nirgendwo, zurückgezogen in einem grossen alten Landhaus, lebt ein berühmter, aber in Vergessenheit geratener Dichter (Javier Bardem) mit seiner wunderschönen, jungen Ehefrau (Jennifer Lawrence). Seit Monaten hat sie das Haus renoviert und umgestaltet und tut alles Erdenkliche für ihren geliebten Mann. Er wiederum leidet seit geraumer Zeit an einer Schreibblockade, und nichts scheint dies ändern zu können.

Was haben wir denn hier?

Was haben wir denn hier?

Ihre friedliche Existenz wird eines Tages durch die Ankunft eines unerwarteten Gastes (Ed Harris) gestört. Während ihr der Fremde suspekt erscheint und sie ihn am liebsten schnell aus dem Haus haben möchte, ist ihr Mann von seiner Persönlichkeit begeistert und lässt ihn im Haus nächtigen. Als am nächsten Morgen auch dessen Gattin (Michelle Pfeiffer) anklopft und gleich miteinzieht, ist nur der Herr des Hauses glücklich über die neuen Mitbewohner. Als überraschend auch noch die beiden Söhne (Domhnall und Brian Gleeson) des fremden Ehepaars aufkreuzen, kommt es zum Streit und ein tragischer Vorfall ereignet sich.


Film-Rating

Mother! von Requiem for a Dream-Regisseur Darren Aronofsky ist ein verstörender Schocker, der kaum Pausen zum Verschnaufen lässt und sich in seinem esoterisch angehauchten Plot derart verstrickt, dass der Zuschauer, ohne Zeit zum Nachdenken, mit haufenweise WTF-Momenten konfrontiert wird. Für viele mag das zuviel sein. Wer aber gerne zwischen den Zeilen liest und sich auch nach dem Schauen noch stundenlang über einen Film unterhalten kann, trifft mit Mother! ins Schwarze, denn Aronofskys Love/Hate-Film ist ein metaphorisches Monstrum, das die moderne Gesellschaft heftig an den Pranger stellt.

» Ausführliche Kritik anzeigen


OutNow.CH:

Bewertung: 5.5

 

06.09.2017 / yan

Community:

Bewertung: 4.3 (23 Bewertungen)

 

 

» Deine Wertung?

Kommentare:

15 Kommentare