Menashe (2017)

Menashe (2017)

Oder: Schlamassel in Brooklyn.

Talk to the Hand!

Talk to the Hand!

Der ultraorthodoxe Jude Menashe (Menashe Lustig) hat seine Frau verloren und möchte nun seinen Sohn (Ruben Niborski) allein erziehen. Das ist aber dem Rabbi, dem Oberhaupt seiner jüdischen Gemeinde in Brooklyn, der alten Traditionen wegen eine Dorn im Auge. Kinder sollten nicht im frauenlosen Haushalten gross werden. In der Tat ist Menashe nicht der beste Hausmann. Coke und Kuchen zum Zmorgen lassen grüssen.

Es glotzen die Orthodoxen.

Es glotzen die Orthodoxen.

Doch Menashe gibt nicht so leicht auf. Er bekommt eine Wochenfrist vom Rabbi und gibt sein Bestes, auch im Hinblick auf die zu planende Trauerfeier für seine Frau. Doch eigentlich hat er bereits genug Probleme am Hals bei seinem Tagesjob. Im Minimarkt an der Kasse wird er vom Chef drangsaliert, der Boden sei nie sauber genug gewischt. Und die Kopfsalate, die er verkaufen soll, sind auch nicht über alle Zweifel erhaben.


Film-Rating

Laiendarsteller spielen sich selber: Mit diesem Trick gelingt die Bebilderung einer im Kino wenig gesehenen Welt, derjenigen der orthodoxen Juden in Brooklyn. Fast ausschliesslich auf Jiddisch gesprochen, hat die Story um einen leicht glücklosen Hausmann trotz Fundi-Umfeld ihre heiteren Momente, ohne ein ganz grosser Wurf zu werden. Ein kleiner, aber feiner Film, der die Zuschauer in eine fremde Gesellschaft eintauchen lässt.

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OutNow.CH:

Bewertung: 4.5

 

12.10.2017 / rm

Community:

Bewertung: 4.8 (3 Bewertungen)

 

 

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