Mary Shelley (2017)

Mary Shelley (2017)

Oder: Romantischer Feminismus vs. britischer Casanova

How to build a man in a few days?

How to build a man in a few days?

Die 18-jährige Mary Wollstonecraft (Elle Fanning) verbringt ihre Tage damit, im Buchladen ihres Vaters zu lesen, selbst Geschichten zu schreiben und ihrer längst verstorbenen Mutter nachzutrauern. Zu ihrer Stiefschwester Claire (Bel Powley) hat sie ein inniges Verhältnis, die Beziehung zur Stiefmutter Mary Jane (Joanne Frogatt) ist eher frostig. Nachdem ein Streit der beiden eskaliert, schickt Marys Vater sie zu Verwandten nach Schottland, in der Meinung, dass die Landluft ihr besser bekommen werde als London.

It's still a man's world.

It's still a man's world.

In Schottland geniesst Mary tatsächlich eine ruhige Zeit, in der sie mit ihrer Cousine Isabel (Maisie Williams) durch die Highlands streift. Eines Tages lernt sie an einem Abendessen den Poeten Percy Shelley (Douglas Booth) kennen und verliebt sich auf den ersten Blick - oder besser gesagt, nach dem ersten Wort - in ihn. Es beginnt eine turbulente Liebesbeziehung, die Mary schliesslich dazu verhilft, das Buch "Frankenstein" zu schreiben.


Film-Rating

Mary Shelley ist ein Muss für Feminismusinteressierte. Elle Fanning (Super 8) gelingt es grundsätzlich gut, die melancholische Mary Shelley zu porträtieren. Leider wirkt ihr konstant säuerlicher Gesichtsausdruck mit der Zeit recht enervierend - 120 Minuten sind für so viel Tragik etwas zu viel. Selbst die Sequenz mit Lord Byron, wunderbar inszeniert von Tom Sturridge (The Boat That Rocked), vermag die Stimmung nicht zu heben.


OutNow.CH:

Bewertung: 3.0

 

14.09.2017 / dro

Community:

Bewertung: 3.0 (1 Bewertung)

 

 

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