Manhunt (2017)

Manhunt (2017)

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Filmkritik: Es war einmal ein guter Action-Regisseur

42nd Toronto International Film Festival
Altes Horrorfilm-Gesetz: Doppelt getötet hält besser!
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Der chinesische Anwalt Du Qiu (Zhang Hanyu) wacht eines Morgen neben einer Frauenleiche auf. Von der herbeieilenden Polizei wird er des Mordes beschuldigt und soll von ein paar unsauberen Cops sogleich liquidiert werden. Du Qiu kann jedoch gerade noch entkommen und versucht nun, auf eigene Faust den Mörder zu finden. Er vermutet den Killer in den Reihen eines Pharmakonzerns, für den er jahrelang gearbeitet hat. Bei seiner Suche muss er sich aber sputen, denn der schlaue Polizist Yamura (Masaharu Fukuyama) hat die Jagd aufgenommen.

John Woo war mal ein Meister des Actionkinos, den sogar Quentin Tarantino und Martin Scorsese abfeierten. Von Filmen wie The Killer oder Face/Off ist Manhunt jedoch weit entfernt. Zwar gibt es auch hier wieder nette Action-Ideen (Stichwort: Handschellen), doch die an The Fugitive angelehnte Story ist doof, das vorgetragene Englisch der asiatischen Protangonisten hölzern, der Soundtrack daneben, das Digitalbild hässlich, und die vielen Zeitlupen erinnern mehr an eine Parodie. Doch Woo meint das Ganze ernst und lässt die Fans damit schockiert zurück, welche die Rückkehr der Heroic-Bloodshed-Legende seit Jahren herbeisehnten. Das Warten hat sich nicht gelohnt.

/ crs

Kommentare Total: 2

Murikov

Die üblen "Engrish"-Dialoge und die schnulzige Story mögen verzeihbar sein, aber die ganze finale Szene im Labor war einfach übel. Da sind sogar die trashigen Szenen aus Paycheck ein Meisterwerk im Vergleich dazu.

Bis zu diesem Abschnitt kann man den Film durchaus einigermassen ernst nehmen, und einige Shootouts und Schnitte sind ganz nett. Die beiden Hauptdarsteller per se finde ich auch klasse, besonders der China-Shooting Star Zhan Hanyu.

Nur verbleicht Manhunt im Vergleich mit den grossen Gengrevertreter The Killer, Hard Boiled oder Bullet in the Head so dermassen ab, dass man den Streifen ohne weiteres in die Schublade des Vergessens legen kann. Meiner Meinung besteht auch kein richtiger Wiederanschau-Wert oder erinnerswerte Szenen, nothing.

John Woo sollte lieber die Finger vom Heroic Bloodshed-Genre lassen und wieder solche Filme drehen wie Red Cliff. Dort hat er bewiesen, dass nicht alles Neue schlecht sein muss.

crs

Filmkritik: Es war einmal ein guter Action-Regisseur

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