Loving Vincent (2017)

Loving Vincent (2017)

Oder: LSD-Trip im Kunstmuseum

Starry, starry night...

Starry, starry night...

Frankreich, 1891: Der Briefträger Joseph Roulin (Chris O'Dowd) erteilt seinem Sohn Armand (Douglas Booth) den Auftrag, einen letzten Brief von seinem Bekannten Vincent Van Gogh auszuliefern, der sich im Jahr zuvor das Leben genommen hat. Armand willigt nur ungern ein, denn er selbst hielt den ausländischen Maler für einen seltsamen Kauz, hatte dieser sich doch einst sein Ohr abgeschnitten und einige Zeit in einer psychiatrischen Anstalt verbracht. Dennoch reist Armand nach Paris, um den Brief Van Goghs Bruder Theo auszuliefern - doch dieser ist ebenfalls tot; auch er hat sich das Leben genommen.

Bronn beim Feierabendbier

Bronn beim Feierabendbier

Um den Brief doch noch an einen Angehörigen ausliefern zu können, reist er weiter nach Auvers-sur-Oise, wo Van Gogh verstorben ist. Dort lebt auch Doctor Gachet (Jerome Flynn), der den Maler in den letzten Monaten seines Lebens behandelt hatte und offenbar sein enger Vertrauter geworden war. Weil Gachet verreist ist, erkundigt sich Armand anderweitig über Van Gogh und erfährt so einiges: dass er wie besessen malte, sich mit jungen Männern von zweifelhaftem Ruf rumtrieb und offenbar sehr vertraut mit Marguerite (Saoirse Ronan), der Tochter von Gachet, gewesen sei. Weil sich viele Aussagen direkt widersprechen, kommen Armand zunehmend Zweifel an der offiziellen Geschichte von Van Ghoghs Tod. Wurde er etwa sogar ermordet?


Film-Rating

Im Stile von Vincent Van Goghs unvergesslichen Kunstwerken inszenierten Dorota Kobiela und Hugh Welchman - unterstützt von 125 Kunstmalern - einen Film wie ein Gemälde. Leider verpasst es die aufwändige Produktion dabei, neben den imposanten Bildern auch eine interessante Geschichte zu erzählen. So wirkt vieles redundant, bildlich wie auch auf Handlungsebene. Was wirklich mit dem Malergenie passiert ist, mag eine spannende Geschichte sein - bei Loving Vincent scheint man sich allerdings vor lauter Freude an den Bildern erzählerisch verrannt zu haben.

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OutNow.CH:

Bewertung: 2.0

 

08.09.2017 / pps

Community:

Bewertung: 3.5 (10 Bewertungen)

 

 

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