Krieg (2017)

Krieg (2017)

Oder: Krieg bleibt immer gleich

Niemand lässt verlässt diesen Berg

Niemand lässt verlässt diesen Berg

Arnold (Ulrich Matthes) ist ein Aussteiger. Weit weg von seiner deutschen Heimat hat er sich in österreichischen Alpen eine abgeschiedene Berghütte gekauft. Allerdings scheint jemand etwas gegen seinen Seelenfrieden zu haben. Ein Einbruch ist nur der erste Vorfall in einer Reihe von Ereignissen. Und unten im Tal erzählt man sich von einem merkwürdigen Mann, der durch die Berge streift. Arnold beschliesst, das Problem selbst in die Hand zu nehmen und begibt sich zusammen mit seinem Hund auf die Suche nach der mysteriösen Person.

Schöne Aussichten

Schöne Aussichten

Dazwischen erinnert er sich an sein früheres Familienleben in Berlin. Die Entscheidung des einzigen Sohnes Chris (Samuel Schneider), in den Krieg nach Afghanistan zu ziehen, stürzt die Familie in eine Krise. Besonders Karen (Barbara Auer) leidet als Mutter und entschiedene Pazifistin unter der Situation. Je länger Chris' Einsatz dauert, umso zerbrechlicher wirkt das Glück des Ehepaares.


Film-Rating

Krieg setzt das spiessbürgerliche Leben einer Extremsituation aus und das Ergebnis ist sehr durchwachsen. In den schneeverschneiten Bergen versucht das Drama, sich der Trauer seiner Hauptfigur zu nähern, und es kommt gelegentlich sogar Spannung auf. Ulrich Matthes spielt die Unbeholfenheit seiner Figur überzeugend. Zusammen mit den schrulligen Nebenfiguren erinneren die gewaltsamen Begegnungen entfernt an Fargo. Im Kontrast dazu stehen die zahlreichen Rückblenden, die mit langweiligen Charakteren sehr unreflektiert das Thema Krieg behandeln.

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OutNow.CH:

Bewertung: 2.0

 

28.10.2017 / sma

Community:

Bewertung: 2.0 (1 Bewertung)

 

 

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