Kingsman: The Golden Circle (2017)

Kingsman: The Golden Circle (2017)

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  3. 141 Minuten

Filmkritik: Welcome to Poppy Land!

Last Christmas?
Last Christmas? © 2017 Twentieth Century Fox Film Corporation. All Rights Reserved.

Poppy (Julianne Moore) hat sich im tiefen Dschungel verschanzt und gleichzeitig einen Drogenhandel - den "Golden Circle" - aufgezogen, der die Welt beherrscht. Da bereits ein grosser Teil der Welt von dieser Droge abhängig ist und somit kurz vor dem Tod steht, bietet Poppy eine Rettung an. Diese aber nur unter gewissen Bedingungen, auf die man eigentlich nicht eingehen dürfte. Ausserdem hat sie Elton John als Geisel und will die englischen Kingsman endgültig auslöschen!

Und nun zum Wetter...
Und nun zum Wetter... © 2017 Twentieth Century Fox Film Corporation. All Rights Reserved.

Währenddessen haben die "Kingsman" Eggsy (Taron Egerton) und Merlin (Mark Strong) andere Sorgen. Eine Reihe von Anschlägen auf ihre Quartiere in England hat die Verbindung dezimiert und fast vernichtet. Der letzte Ausweg ist die Zusammenarbeit mit den amerikanischen Vettern, den "Statesman". Unter der Führung von "Champagne" (Jeff Bridges) wird Hilfe angeboten, die sich aber als gewöhnungsbedürftig herausstellt. Denn die Statesman-Agenten Tequila (Channing Tatum) und Whiskey (Pedro Pascal) gehen die Probleme etwas anders an, als es die Engländer gewohnt sind...

Einmal mehr beweist Matthew Vaughn mit Kingsman: The Golden Circle, dass sich alteingesessene Agenten ihrer königlichen Majestät warm anziehen müssen, um nicht unterzugehen. Ihm ist eine lustige Actionkomödie gelungen, die aus dem Vollen schöpft und die Stars (überwiegend) richtig zur Geltung bringt. Dazu gibt es viel Witz, den Zusammenprall der Kulturen und flotte Musik. Viel mehr braucht es nicht für einen richtig guten Film. Bravo!

Als 2014 Kingsman: The Secret Service ins Kino kam, waren die Zuschauer begeistert. Ein Actionfilm mit viel Spass, gute Darsteller und eine Story, die hielt, was sie versprach, sorgten dafür, dass Matthew Vaughns Film zum Erfolg wurde. Nun kommt das Sequel, das als Kingsman: The Golden Circle wiederum viel Action, Spannung und vor allem Witz verspricht. Glücklicherweise hält der Film den hohen Erwartungen stand und präsentiert sich als rundum gelungenes Werk.

Taron Egerton, den wir als Eddie the Eagle noch im Hinterkopf haben, führt uns als Eggsy durch eine spannende und natürlich etwas abgefahrene Story. Bereits in den ersten Filmminuten zeigt er uns, wie man einen Angreifer im Taxi ausser Gefecht setzt. Im Zusammenspiel mit dem wie immer hervorragenden Mark Strong wächst Egerton dann sogar noch etwas über sich hinaus.

Einmal mehr sorgen illustre Gaststars dafür, dass Kingsman: The Golden Circle mehr als sehenswert wird: die US-Agenten Channing Tatum, Jeff Bridges und Halle Berry auf der einen Seite und eine etwas durchgeknallte Julianne Moore auf der anderen. Mittendrin sind skurrile Szenen mit Elton John und ein Wiedersehen mit Colin Firth eingeschoben, die (sogar in Bezug auf den illustren Sänger) richtig Spass machen und für gute Stimmung im Kinosaal sorgen.

Wenn man nach einem Haar in der Suppe sucht, findet man auch bei Kingsman: The Golden Circle einige Dinge, die nicht ganz funktionieren. So ist Julianne Moores Poppy etwas gar durchgeknallt und schliesst sich somit Samuel L. Jacksons Rolle aus dem ersten Filmteil an. Dazu gibt es ein paar Sequenzen, bei denen der Gaul mit dem Regisseur durchging. Nichtsdestotrotz ist Kingsman: The Golden Circle knallig, schnell, laut und lustig. So, wie ein moderner Actionfilm sein sollte.

Dani Maurer [muri]

Muri ist als Methusalem seit 2002 bei OutNow. Er mag (fast) alles von Disney, Animation im Allgemeinen und Monsterfilme. Dazu liebt er Abenteuer aus fremden Welten, Sternenkriege und sogar intelligentes Kino. Nur bei Rom-Coms fängt er zu ächzen an. Wobei, im IMAX guckt er auch die!

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Kommentare Total: 8

db

versucht etwas verkrampft an das etablierte Konzept anzuschliessen und bietet dabei sehr viel Leerlauf...

oscon

Auch wenn es kleinere Schwächen hinsichtlich der Überraschungsmomente gibt:
Für mich bleibt auch dieser Film der Kingsmen Reihe "the most british Spy-movie" (than BOND).
Der Ausbau des Kingsmen Universums in Richtung "alte Kolonien" (!) und v.a. die (überraschende) emotionale Tiefe in einzelnen Szenen hat dem Film sichtlich gut getan.
Wie gesagt, die Szenerien sind bekannt und deshalb nicht mehr so überraschend:
Aber Tempo und Humor machen den Film zu einer perfekten Unterhaltung. Alleine schon die choreografierten Kampf-Szenen in Zeitlupe sind der Eintritt wert.
Anmerkung: Der Film sollte unbedingt in englischer Originalsprache geschaut werden, ansonsten treffen viele der Witze nicht unbedingt ins Blaue.

arx

Etwas weniger "fuck" für etwas mehr "manners" hätte hier definitiv nicht geschadet.

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