Killing Hasselhoff (2017)

Killing Hasselhoff (2017)

  1. 80 Minuten

Filmkritik: Michael Knight in Gefahr!

Und jetzt alle: "Ausziehen!"
Und jetzt alle: "Ausziehen!" © Studio / Produzent

Chris (Ken Jeong) hat einen Nachtclub in Los Angeles, ein schönes Häuschen mit Freundin und Geldsorgen. Um seinen Klub über die Runden zu bringen, hat er sich bei Finanzhai Wasserstein (Will Sasso) Kohle geborgt, die er nun nicht zurückzahlen kann. Nun heisst es, um sein Leben zu betteln und dem Revolverlauf auszuweichen, der auf ihn gerichtet ist. Aber da wäre ja noch der «Celebrity Death Pool», bei dem Chris mitmischelt. Wer dort auf den Tod des richtigen Promis setzt, kriegt sage und schreibe eine halbe Million Dollar ausbezahlt.

I hassle the Hoff!
I hassle the Hoff! © Studio / Produzent

Chris' Auswahl ist seit Jahren schon David Hasselhoff. Da sich der Kultstar aber bester Gesundheit erfreut und mitsamt seinem Manager (Jon Lovitz) über ein künftiges Superhelden-Musical diskutiert, sieht sich Chris einer mit unangenehmen Aufgabe konfrontiert: Will er sein eigenes Leben retten, muss Hasselhoff sterben, damit Chris den Jackpot ausbezahlt bekommt. Doch erstens ist Chris kein Killer und hat von Mord und Totschlag keine Ahnung, und zweitens ist er bald nicht mehr der einzige, der das Ziel hat, David Hasselhoff unter der Erde zu sehen..

Killing Hasselhoff ist für Fans der Hauptfigur sicherlich glatt und lässt ihr Idol das Kalb machen. Leider hat der Film ausser diesen Auftritten nicht viel Ansprechendes zu bieten, und so fährt diese kleine Produktion an einem grossen Teil der Zuschauer vorbei. Schade, denn grundsätzlich sind solche Selbst-Veräppelungen meist sehenswert. Diese leider nicht.

Es ist schon erstaunlich, wie sich der ehemalige Knight Rider und Baywatch Star David Hasselhoff seit Jahren mit kleinen Jobs, Fernseh- und Gastauftritten in Filmen über Wasser hält. Der Kult um «The Hoff» tut dabei sein Übriges, und selbst regelmässige Ausraster in der Promiwelt können dem Hype um den Star nichts anhaben. In Killing Hasselhoff spielt er sich selber, treibt seine Berühmtheit ins Bodenlose und übertreibt in jeder einzelnen Sequenz. Da hat man mitunter schon mal böse Gedanken, wenn Hasselhoff einen auf Weltstar macht...

Im Mittelpunkt steht aber Hangover-Star Ken Jeong, der für einmal nicht speziell nervig daherkommt, sondern versucht, seiner Figur ein bisschen Tiefe und Ernsthaftigkeit zu verleihen. Er schafft das auf angenehmem Niveau, muss sich aber schlussendlich der Gagparade rund um Hasselhoff, den Gaststars (Michel Winslow, Gena Lee Nolin) und einem schwulen Killer ergeben, welche die Show an sich reissen.

Inhaltlich ist der Film eher blöd und dämlich, anstatt auf guten Comedypfaden zu wandeln. Die Witzchen sind kaum lustig, die Story geht nur sporadisch voran, und wer Hasselhoff inzwischen nicht mehr sehen kann, dürfte bald einmal die Lust am Film verlieren.

Dani Maurer [muri]

Muri ist als Methusalem seit 2002 bei OutNow. Er mag (fast) alles von Disney, Animation im Allgemeinen und Monsterfilme. Dazu liebt er Abenteuer aus fremden Welten, Sternenkriege und sogar intelligentes Kino. Nur bei Rom-Coms fängt er zu ächzen an. Wobei, im IMAX guckt er auch die!

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