Killing Gunther (2017)

Killing Gunther (2017)

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  2. 93 Minuten

Filmkritik: Kill me, I'm German!

Ich bin der Mittelpunkt!
Ich bin der Mittelpunkt!

Blake (Taran Killam) ist ein Profikiller. Ein guter noch obendrauf, aber für die Nummer eins im Geschäft hat es noch nicht gereicht. Das ist weiterhin ein Kerl namens Gunther (Arnold Schwarzenegger), der mit seinen Angebereien und perfekten Kills jedem in der Branche auf die Nüsse geht. Daher hat Blake ein Team von Killerkollegen - von Bombenspezialist bis Giftmörder - um sich geschart, um dem überheblichen Gunther ein für alle Mal das Handwerk zu legen. Denn nur wer den Besten umbringt, darf sich danach selber "der beste Killer der Welt" nennen.

Iron Fist ist nix dagegen!
Iron Fist ist nix dagegen!

Die Gruppe tüftelt einen narrensicheren Plan aus, um Gunther an die Gurgel zu gehen. Doch dieser ist selber nicht untätig und beginnt, die Operationen zu sabotieren. Dabei scheint er seinen Verfolgern immer einen Schritt voraus zu sein. Dabei meint es Gunther nicht mal schlecht, mag die Band eigentlich, will sich aber seinen Ruf als perfekter Hitman nicht von zweitklassigen Assassinen kaputtmachen lassen. Daher wird es Zeit, nun auch aktiv zurückzuschlagen....

Killing Gunther hat einen soliden Aufbau der Story, macht aber in der Umsetzung vieles falsch und lässt Charaktere gnadenlos fallen. Die Witze sind flach und verpuffen meist wirkungslos, und erst im letzten Drittel nimmt die Story etwas Fahrt auf. Das liegt vor allem an Arnold Schwarzenegger, der seiner Figur grossen Unterhaltungswert verleiht. Leider kann das über den Rest des Casts nicht gesagt werden. Sorry.

Taram Killam ist nicht nur der Real-Life-Gatte von Cobie Smulders - die hier auch eine kleine Rolle hat -, sondern eigentlich ein lustiger Kerl, der in Formaten wie "Saturday Night Live" oder ähnlichen Spassigkeiten seinen Mann steht. Mit Killing Gunther wagt er sich nun zum ersten Mal auch hinter die Kamera und präsentiert sein Regiedebüt. Dass dabei eine blödsinnige Komödie rausgekommen ist, die nur sehr selten funktioniert, zeigt, dass Killam hier noch Luft nach oben hat.

Killing Gunther lebt natürlich vom Auftauchen von Arnold Schwarzenegger. Der Superstar lässt sich aber in der ersten Filmhälfte kaum blicken und wird erst gegen Ende so richtig in den Mittelpunkt gestellt. Bis dann ist aber das Pulver des Films verschossen, die plumpen Gags sind verpufft und die Figuren arg dezimiert. Da hilft es auch nicht, wenn Schwarzenegger in breitestem German-Englisch parliert, sich selber nicht ernst nimmt und anscheinend Spass an seinem Part hat.

Der Aufbau der Story ist sicherlich nicht schlecht. Wenn es aber um die Figuren, die Aktionen oder gar die Gags geht, muss man leider heftige Abstriche machen. Da sitzt kaum ein Witz, die Effekte sehen sehr billig aus (sind sie wohl auch gewesen...), und erst bei der Auflösung des kleinen Twists bringt Killing Gunther sein wahres Potenzial ans Tageslicht. Leider ist man da als Zuschauer schon länger nicht mehr so richtig bei der Sache und lässt die Aktionen emotionslos geschehen.

/ muri