Jumanji: Welcome to the Jungle (2017)

Jumanji: Welcome to the Jungle (2017)

Jumanji: Willkommen im Dschungel
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  2. 119 Minuten

Filmkritik: Uh Baby, I love your way!

Action muss sein!
Action muss sein! © Sony Pictures Releasing Switzerland GmbH

Nachsitzen in der Highschool ist nervig. Vor allem, wenn man dann noch die Grümpelkammer ausräumen muss. Doch dem Gamer Spencer (Alex Wolff), dem Footballspieler Fridge (Ser'Darius Blain), der ewig am Handy rumspielenden Bethany (Madison Iseman) und der rebellischen Martha (Morgan Turner) blüht genau das. Da trifft es sich gut, dass sie ein altes Computerspiel finden, das sie natürlich sofort einstecken und anstellen. Man will ja schliesslich auch ein bisschen Spass beim Nachsitzen haben.... Dumm nur, dass unser Quartett kurz nach der Auswahl der Spielavatare auf mysteriöse Weise ins Spiel gezogen wird!

Wo geht's wieder raus?
Wo geht's wieder raus? © Sony Pictures Releasing Switzerland GmbH

Landen tut die Gruppe mitten im Dschungel. Aus dem Gamer ist ein muskulöser Abenteurer (Dwayne Johnson) geworden, der Sportler wird zum Rucksackträger (Kevin Hart), die Aussenseiterin zum Kampf-Chick (Karen Gillan) und die oberflächliche Plaudertante findet sich im Körper eines älteren, dicklichen Mannes (Jack Black) wieder. Gemeinsam müssen sie nun einen Ausweg aus dem Dschungel finden, einen geheimnisvollen Diamanten finden, Bösewichte bekämpfen, wilde Tiere bändigen und mit allerlei Problemen umgehen, die sich ihnen in diesem Computerspiel entgegenstellen. Und da wäre noch ein Pilot (Nick Jonas), der schon etwas länger versucht, endlich aus diesem Spiel rauszukommen...

Ein paar schöne Anspielungen auf das Original, ein hervorragend aufgelegtes «Erwachsenen»-Team und eine gute Portion Abenteuer machen Jumanji: Welcome to the Jungle absolut sehenswert. Über die etwas kurrligen Spezialeffekte und die langsameren Momente muss man halt einfach hinwegsehen. Wer das schafft, kriegt ein witziges Abenteuer zu sehen, das man einfach irgendwie mögen muss.

1995 zeigte der leider viel zu früh verstorbene Superstar Robin Williams in Jumanji, wie es sich anfühlt, wenn ein Brettspiel überhandnimmt und man mit allerlei wildem Getier umgehen muss. Nun, über zwanzig Jahre später, hat die Zukunft den Weg in die Spielewelt gefunden, denn in Jumanji: Welcome to the Jungle sind Brettspiele out und die Abenteuerwelt wird via Computerspiel gestartet. Mit aktuellen Stars wie Dwayne Johnson und Jack Black hat man dazu Darsteller verpflichtet, die auf einfachste Weise für gute Laune sorgen.

Das Viererteam der «Grossen» trägt dann auch den grössten Teil des Films auf den (breiten) Schultern und schlägt sich dabei ausgezeichnet. Vor allem die Kombination Johnson/Hart (seit Central Intelligence sind die beiden dicke Bros) funktioniert herrlich. Daneben ergänzen Jack Black im «falschen» Körper und Guardians of the Galaxy-Nebula Karen Gillan als Kämpferin mit Anlaufschwierigkeiten das Team optimal. Und wenn Johnson seinen stolzen Blick aufsetzt, dann geht das Gelächter im Kino erst recht los.

Überhaupt ist Jumanji: Welcome to the Jungle richtig lustig geworden. Die Sprüche sitzen, die Grimassen sind witzig und die einzelnen Situationen abenteuerlich. Zwar legt man in der zweiten Hälfte mitunter einen ruhigeren Gang ein und gegen Ende geht dem Spass ein bisschen der Schnauf aus, aber bis dahin macht der Film vieles richtig, was es braucht, um als unterhaltender und sorgenfreier Hollywoodspass durchzugehen.

Dani Maurer [muri]

Muri ist als Methusalem seit 2002 bei OutNow. Er mag (fast) alles von Disney, Animation im Allgemeinen und Monsterfilme. Dazu liebt er Abenteuer aus fremden Welten, Sternenkriege und sogar intelligentes Kino. Nur bei Rom-Coms fängt er zu ächzen an. Wobei, im IMAX guckt er auch die!

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Kommentare Total: 3

yan

Der neue Jumanji hat ein paar wirklich gelungene Ideen. Mit den Spielfiguren/Avatare hat man etwas Grundlegendes verändert, das vor allem dem Humor zugute kommt. Jumanji wirkt als zeitgemässes Computerspiel wie eine humorvollere Version von Uncharted. Irgendwie möchte man gleich selbst mittun. Es macht Spass, dass sich die Drehbuchautoren über die typischen Merkmale eines Computerspiels lustig machen und so nicht nur den Darsteller die Witze überlassen. Hier hat natürlich der kleine Mann die Nase vorn. Keiner nervt sich lustiger als Kevin Hart. Der Kerl hat einen wunderbaren Sinn für Humor und ist immer wieder zum Totlachen. Leider kann man das nicht von allen behaupten. Jack Blacks Rolle ist etwas unglücklich und kann das Potential kaum ausspielen, bei Karen Gillan als leichtbekleidete Dschungelkämpferin sitzen zu wenige Jokes und Dwayne Johnson rettet sich nur dank dem unglaublich witzigen Zusammenspiel mit Hart.
Dramaturgisch geht es vor allem gegen Schluss wieder Schlag auf Schlag und so richtig Sinn macht das Ganze natürlich auch nicht. Wirklich wichtig ist das aber nicht. Der Neuaufguss von Jumanji ist ein simpler, aber unterhaltsamer Abenteuerfilm mit einem überaus witzigen Kevin Hart.

philm

Also "Jumanji" ist echt ein Kinobesuch wert! Zuerst gedacht man hätte das Beste im Tailer gesehen: Toll gemachtes, unterhaltsames "einfaches Computerspiel" mit viel Witz und trotzdem Tiefgang!
Für Väter mit Söhnen in der Pubertät idealer "Männerabend" (und für ehemals konsolespielende Mütter mit Töchtern). Also mehr als nur "gut".

muri

Filmkritik: Uh Baby, I love your way!

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