Jigsaw (2017)

Bald tut's weh!

Ein Flüchtiger wird von der Polizei gejagt und endet auf einem Dach. In der Hand hält er ein Gerät, von dem er sagt, dass es über Leben und Tod entscheidet. Das hilft ihm zwar nicht, aber nachdem die Cops das Feuer eröffnet haben und das Teil auf den Boden fällt, startet im Nirgendwo in einer Scheune ein abscheuliches Spiel. Fünf sich fremde Menschen erwachen, angekettet und nicht wissend, was ihnen geschieht. Als eine Stimme ertönt und von Vergebung und Schuld spricht, wissen sie sofort, was es geschlagen hat...


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3.5 Sterne 

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Film-Informationen

Französischer Titel: Saw 8: L'héritage

Drehorte: USA, Kanada 2017
Genres: Crime, Horror, Mystery, Thriller
Laufzeit: 91 Minuten

Kinostart: 26.10.2017
Verleih: Ascot Elite

Regie: Michael Spierig, Peter Spierig
Drehbuch: Pete Goldfinger, Josh Stolberg
Musik: Charlie Clouser

Darsteller: Matt Passmore, Tobin Bell, Callum Keith Rennie, Hannah Emily Anderson, Clé Bennett, Laura Vandervoort, Paul Braunstein, Mandela Van Peebles, Brittany Allen, Josiah Black, Eddie McRae, Michael Boisvert, Sam Koules, Troy Feldman, Shaquan Lewis, Esther Thibault, Lauren Beatty, Nadine Roden, Adam Waxman, Arabella Oz

» The Internet Movie database (IMDb)


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3 Kommentare

Wenn man die grossen Horror-Serien anschaut, haben sich viele schlecht gehalten. Halloween, Hellraiser, Friday the 13th oder Nightmare on Elm Street - viele wurden bis zu dem Punkt ausgeschlachtet, bis sie zum Teil kaum noch etwas mit dem originalen Konzept gemein hatten. Wenn man jedoch die sieben bisherigen Saw Filme näher betrachtet - haben sie sich doch erstaunlich gut gehalten. Selbst wenn die Filme ab Saw 3 fraglich wurden, konnten sie dennoch eine grosse zusammenhängende Geschichte erzählen, welche dann mit dem äusserst mässigen Saw 3D sauber abgeschlossen wurde. Ähnlich wie bei der Fast and Furious Saga - ist Saw dabei vor allem eines gelungen - neben all dem Blood and Gore eine Familiengeschichte zu erzählen und mit jedem Film den mysteriösen Jigsaw näher beleuchten, seine Motive erkunden und letztendlich auch offen zu legen, wie es hinter den Kulissen funktioniert hat. So konnte Jigsaw die Opfer, die Detektive wie auch die Gehilfen wie auf einem grossen Schachbrett durch die Gegend schieben und für seine Zwecke nutzen. Doch nach Saw 3D war dieses Spiel zu Ende.

10 Jahre später erhalten wir nun das handelsübliche Reboot / Sequel / Whatever und es wird versucht an die Magie der Saw Filme anzuknüpfen. Angeführt von den Spierig Brüder - welche schon in Daybreak gelernt haben, wie man einen Film gut inszeniert - erhalten wir nun einen Saw Film, der nur noch wenig mit dem Original zu tun hat. Was nämlich ursprünglich ein klaustrophobischer, intensiver und brutaler Low-Budget Streifen war, wurde kurzerhand in eine Hochglanz-Inszenierung umgebaut, bei der zudem das Genre von Torture-Porn zu Thriller geändert wurde, um es massetauglicher zu machen.

Das Resultat ist eine futuristische Detektivstory, in der Jigsaw seinen eigenen Fanclub hat und die Signatur-Fallen genau so steril und öde inszeniert werden, wie die Drehorte theatralisch und futuristisch sind. Spannung oder Intensität sucht man vergebens und es gibt lediglich eine mässige Schnitzeljagd, bei der zwischendurch einige Nasen für die man sich kaum interessiert, durch den Fleischwolf gedreht werden.

Das ist letztendlich das Problem. Für die alten Fans bleibt Tobin Bell als John Kramer die Konstante, doch als stand-alone Geschichte, gibt dieser Reboot relativ wenig her. Der Zuschauer hat schlichtweg keine Sympathieträger und deshalb zieht auch vieles als belanglos am Zuschauer vorbei, da man sich einfach nicht für die Opfer oder auch die Guten interessiert.

Fazit: Jigsaw ist ein Genrezwitter, der eine Detektivstory mit klassischen Saw Elementen anreichern will und dabei eine nette Hochglanzproduktion abliefert, welche sich deutlich von den hässlichen Torture-Porn Anfängen von Saw entfernt hat. Leider ist der Mix weder intensiv, noch irgendwie spannend oder letztendlich interessant - sie verpassen es ein Charakter-Ensemble aufzubauen, für das man sich interessiert und deshalb wirkt das ganze eher wie eine uninteressante New York CSI-Episode mit einem möchtegern-Jigsaw-Killer. An sich schade, denn grundsätzlich sind die Ansätze gut und der Respekt an die Saga da, doch als Film oder sogar Thriller will das ganze nicht funktionieren.

Muri hat Recht und wieder ................Ich möchte ein Spiel spielen !!!!!

» Filmkritik: You wanna play a game? Mal wieder?