Inconceivable (2017)

Inconceivable (2017)

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  2. 105 Minuten

Filmkritik: Baby on Bord!

Die Versuchung schwimmt oben.
Die Versuchung schwimmt oben. © Studio / Produzent

Das Ärzte-Ehepaar Angela (Gina Gehrson) und Brian (Nicolas Cage) leben zurückgezogen mit ihrer kleinen Tochter Cora in einem grossen Haus. Die Geburt der Kleinen war lebensgefährlich für Angela, aber nun möchte sie eigentlich wieder arbeiten gehen. Da trifft es sich gut, dass sie auf einem Spielplatz die junge Katie (Nicky Whelan) mit deren Tochter trifft. Man freundet sich an und schon bald ist Katie im Gästehaus einquartiert, von wo aus sie auch auf die kleine Cora gucken soll. Dass dabei die Bindung der Nanny zur Kleinen immer fester wird, scheinen unsere Ärzte nicht zu merken.

Mutti in Not
Mutti in Not © Studio / Produzent

Eigentlich wünschten sich Angela und Brian schon lange ein zweites Kind und als sich Katie sogar als Leihmutter anbietet, gib es kein Halten mehr. Immer näher wird der Miteinbezug des Gastes in die eigene Familie und gleichzeitig beginnt Angela misstrauisch zu werden. Sie beginnt in der Vergangenheit Katie's zu schnüffeln und merkt bald, dass da einige Ungereimtheiten vorgefallen sind. Doch auch die Leihmutter selber beginnt ein teuflisches Spiel, welches das Ungeborene in ihrem Bauch in tödliche Gefahr bringt...

Inconceivable möchte gern ein spannender Thriller sein und versucht mit Storywendungen gegen Ende nochmals die Spannungsschraube anzuziehen. Geschafft hat es die Produktion aber hinten und vorne nicht, denn bis zum Finale (das besser ist als der Rest des Films) dürften die Zuschauer reihenweise wegdösen und sich fragen, wie es ehemals grosse Stars wie Cage oder Gershon (Altstar Faye Dunaway mit ihren zwei Sätzen mal ausgenommen) schaffen, in solchen Produktionen aufzutreten.

Von Nicolas Cage (Ghost Rider, Con Air) erwarten wir ja schon länger keine grossartigen Filme mehr. Dass der Herr aber selbst in B-Produktionen nur noch Nebenrollen kriegt, müsste ihm eigentlich etwas zu denken geben. Selbiges gilt auch für Gina Gershon, die in Showgirls oder Bound in den Neunzigern ein Star war. Sie darf in Inconceivable immerhin einen grösseren Part geben. Verhindern kann sie den Rohrkrepierer aber leider auch nicht.

Richtig, Inconceivable ist einfach nur schlecht. Angefangen bei der Story, die versucht "intelligent" und fordernd zu sein, bis hin zu den schauspielerischen Leistungen der Stars stimmt hier praktisch gar nichts. So wird der Zuschauer zwar in einen Thriller mitgenommen, welcher aber weder spannend noch interessant ist, sondern spätestens in der Hälfte wirklungslos verpufft.

Ein Highlight gibt es aber in Inconceivable trotzdem. Nicky Whelan (schon 2014 in Left behind mit Cage vor der Kamera) überzeugt als Frau mit düsterem Hintergrund. Liebevoll und herzlich umgarnt sie die Kids, während sie gegenüber den Erwachsenen eine andere Platte aufsetzen kann. Sie holt aus ihrem Charakter wahrlich das Maximum raus und quält sich durch die uninteressante Geschichte. Dass sie auch noch topless baden geht und die Ex-Wrestlerin Natalie Eva Marie vernascht, wäre nicht nötig gewesen, gehört aber wohl zu solchen Filmen.

Dani Maurer [muri]

Muri ist als Methusalem seit 2002 bei OutNow. Er mag (fast) alles von Disney, Animation im Allgemeinen und Monsterfilme. Dazu liebt er Abenteuer aus fremden Welten, Sternenkriege und sogar intelligentes Kino. Nur bei Rom-Coms fängt er zu ächzen an. Wobei, im IMAX guckt er auch die!

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Kommentare Total: 2

sma

Die klassische Thrillergeschichte verpackt in einen hässlichen und schlechten Film. Nic Cage hätte es in der Nebenrolle des Ehemanns nicht gebraucht.

muri

Filmkritik: Baby on Bord!

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Trailer Englisch, 02:09