I Kill Giants (2017)

I Kill Giants (2017)

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  3. 104 Minuten

Filmkritik: Kennt man besser.

"Bloss keine blöden Häschen-Witze."
"Bloss keine blöden Häschen-Witze."

Teenager Barbara (Madison Wolfe) schleicht durch die Wälder. Sie ist auf der Suche nach Gegenständen, welche riesige Monster anlocken könnten. Ein bisschen Pilz hier, ein wenig Gummibärchen da und schon hat man ein Lockmittel, um diesen Wesen eine Falle zu stellen, damit das Mädchen diese vernichten kann. Die Giganten würden sonst die Menschheit auslöschen. Nur weiss niemand in Barbaras Umfeld dies wirklich zu schätzen - auch weil sie die einzige ist, welche die Monster sehen kann.

Für ihre Mitschüler ist Barbara aufgrund ihres Verhaltens vor allem ein Freak, der auch wegen der Ablehnung gegenüber anderen keine wirklichen Freunde hat. Dies ändert sich jedoch, als sie die neue Schülerin Sophia (Sydney Wade) kennenlernt. Barbara lässt Sophia in ihre Welt hinein und erklärt ihr alles, was es über die Giganten zu wissen gibt. Währenddessen versucht die neue Schulpsychologin Mrs. Mollé (Zoe Saldana) herauszufinden, warum Barbara sich so speziell verhält.

Das mit Fantasy-Elementen angereicherte Drama I Kill Giants hat nette Spezialeffekte und überzeugende Darsteller zu bieten. Nur ist der Film aufgrund seines Schul-Settings etwas zu repetitiv. Verlorene Zeit ist das Anschauen nicht, doch gibt es einen besseren Film mit dem gleichen Thema. Die Nennung dieses Filmes wäre jedoch ein Spoiler für diesen Film. Wer mehr wissen will, liest die Langkritik.

Hmm, das ist jetzt schwierig. Man könnte I Kill Giants wunderbar mit einem anderen Film vergleichen, da beide eigentlich vom Gleichen handeln. Doch während der Vergleichsfilm mit dem Thema offen umgeht und dies zu Beginn kommuniziert, verkauft I Kill Giants dies als Twist. Den Vergleichsfilm hier also zu nennen, käme einem riesigen Spoiler gleich. Keine Angst: Davon, diesen zu enthüllen, sehen wir bis kurz vor Schluss dieser Kritik ab.

Fokussieren wir erstmals auf das, was wir erzählen können. Die Graphic-Novel-Verfilmung I Kill Giants zeigt ein Aussenseiter-Mädchen, das in seiner eigenen Welt lebt. Sie ist sich jedoch durchaus bewusst, dass die als uns bekannte reale Welt existiert. Diese beschützt sie vor gigantischen Monstern, die nur sie bekämpfen kann. Der Film lässt kaum Zweifel darüber aufkommen, dass diese riesigen Wesen nicht existieren. Trotzdem bleibt bei den Angriffen dieser Giganten aus dem Computer der Mund der Zuschauer offen - die Tricks sind wirklich toll gemacht.

I Kill Giants ist aber letzten Endes eine Geschichte über Verdrängung, Abschottung und das Davonlaufen von Problemen. Der Film folgt damit vor allem aufgrund seines Schul-Settings immer mal wieder ausgelatschten Pfaden. Es gibt Personen, die unserer Heldin das Leben schwer machen, und solche, die einfach nur helfen möchten. Dabei wiederholt sich der Film etwas oft und dreht sich immer mal wieder im Kreis. Die Schauspieler sind jedoch durchs Band überzeugend. Vor allem Hauptdarstellerin Madison Wolfe überzeugt in der Rolle des rebellierenden Teenies, während Zoe "Gomora" Saldana mal wieder in einer etwas dramatischeren Rolle als Schulpsychologin gefällt.

Nun kommen wir jedoch wieder auf den Direktvergleich zurück. Und diesen verliert I Kill Giants auch wegen der Anzahl vergossener Tränen. Wollte es beim anderen Werk irgendwie nicht mehr aufhören, versiegt das Bächlein auf dem Bäckchen hier schnell wieder. Wir empfehlen aus diesem Grund den anderen Film. Wer sich I Kill Giants noch ansehen möchte, hört jetzt besser auf zu lesen: Der Streifen, über den wir in dieser Kritik wie um den heissen Brei herumgeredet haben, heisst...: A Monster Calls.

/ crs

Kommentare Total: 2

crs

Filmkritik: Kennt man besser.

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Im Grunde genommen ein schöner Fim, mit Figuren, die genügend Tiefe haben und die Elemente Fantasie und Realismus gut balancieren. Leider ist die Story dünn und recht langatmig.

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