Hangman (2017/II)

Hangman (2017/II)

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  2. 98 Minuten

Filmkritik: It's Playtime!

Sky Show
Bones schiesst scharf!
Bones schiesst scharf! © Concorde

Cop Ray Archer (Al Pacino) ist eigentlich in Rente, kehrt nun aber wieder in den Dienst zurück, denn in seiner Stadt geht ein Serienmörder um. Dieser tötet seine Opfer stets zur selben Zeit und hinterlässt, wie beim «Hangman»-Spiel, jeweils Buchstaben, die am Schluss zum finalen Lösungswort zusammengesetzt werden sollen. Nun läuft Archer aber die Zeit davon, und gemeinsam mit Profiler Will Ruiney (Karl Urban) und Journalistin Christi Davies (Brittany Snow) kniet er sich in einen Fall, der das Trio vor etliche Rätsel stellt.

Eine neue Tapete ist fällig!
Eine neue Tapete ist fällig! © Concorde

Zwar ist man dem Täter schon bald auf der Spur, aber schlussendlich doch stetig hinterher, so dass die Reihe der Opfer immer länger wird. Bis das finale Wort steht, fehlen nur noch wenige Buchstaben, als Archer sich an einen Fall erinnert, der ihn vor Jahren beschäftigt hat. Könnte die Verbindung zu einem kleinen Jungen von damals die Lösung des Problems sein?

Zwei Stars als Ermittler, Brittany Snow als Stichwortgeberin und eine Mordserie, die nicht gross interessiert: Hangman hat es nicht einfach und schafft den Sprung zum richtig interessanten Thriller nicht ganz. Zwar blitzt zwischendurch auf, was der Film hätte sein können, aber am Ende ist es nur eine solide Produktion, die ihr Potenzial nicht ausschöpfen kann. Leider.

Al Pacino hat in seiner jahrelangen Schauspielkarriere manchen Höhepunkt erlebt. Der Gewinn eines Oscars für Scent of a Woman, Rollen in Godfather oder Serpico, Kultfilme wie Scarface oder Heat, die Liste ist schier endlos. Auch wenn Pacino als gereifter Mann noch immer gute Rollen spielen und in interessanten Filmen auftreten darf, so werden diese doch seltener. Einer davon ist im Thriller Hangman von 2017.

Gemeinsam mit Karl Urban (Star Trek, Thor: Ragnarok) macht sich der Altstar in Hangman auf die Suche nach einem Serienmörder, der den Ermittlern stets einen Schritt voraus ist. Das ist zwar nicht unspannend, lässt aber den grossen Thrill vermissen, zumal die Ermittlungen sichtlich leicht vorangehen. Jedes Rätsel wird schnurstracks gelöst, der Täter taucht als Schattenfigur immer wieder auf, ohne jedoch seine Identität preiszugeben. So kann das Publikum wenigstens mitraten, wer denn hier ein falsches Spiel treibt, nur um dann bei der Auflösung enttäuscht zu werden.

Bis es aber ins grosse Finale geht, tüfteln sich die Ermittler durch einen zwar solid umgesetzten, aber nicht gross interessanten Thriller, der zwar dunkle und unheimliche Orten in Szene setzt, daraus aber praktisch nichts herausholt. Ausserdem scheinen die Darsteller, allen voran Pacino höchstpersönlich, nicht so recht Lust auf diesen Dreh gehabt zu haben. Zu gelangweilt ist sein Spiel, und man merkt ihm auch in den Dialogen an, dass er hier nicht voll im Saft steht.

Dani Maurer [muri]

Muri ist als Methusalem seit 2002 bei OutNow. Er mag (fast) alles von Disney, Animation im Allgemeinen und Monsterfilme. Dazu liebt er Abenteuer aus fremden Welten, Sternenkriege und sogar intelligentes Kino. Nur bei Rom-Coms fängt er zu ächzen an. Wobei, im IMAX guckt er auch die!

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