Guardians of the Galaxy Vol. 2 (2017)

Guardians of the Galaxy Vol. 2 (2017)

Guardians of the Galaxy 2
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  2. 137 Minuten

Filmkritik: The Return of the A-Holes

Klein, aber o-ho und noch kleiner, aber o-ho
Klein, aber o-ho und noch kleiner, aber o-ho © Marvel

Nachdem Peter Quill aka Star-Lord (Chris Pratt), Gamora (Zoe Saldana), Drax (Dave Bautista), Rocket (Stimme: Bradley Cooper) und Groot (Stimme: Vin Diesel) den Planeten Zandar vom gefährlichen Ronan gerettet haben, bieten sie ihre Dienste als "Guardians of the Galaxy" im ganzen Universum an. Doch Saubermänner und -frauen sind aus den ehemaligen Verbrechern nicht geworden. So beklaut Rocket nach einer erledigten Mission die Auftraggeber, die Sovereign People, was diese natürlich alles andere als erfreut. Deren Anführerin Ayesha (Elizabeth Debicki) heuert daraufhin die Kopfgeldjäger Ravagers an, um die Guardians zu schnappen.

"Bitte nennt mich nun endlich 'Star Lord'."
"Bitte nennt mich nun endlich 'Star Lord'." © Marvel

Auf der Flucht von den Ravagers und den Sovereign People stranden die Guardians auf einem seltsamen Planeten, wo sie Bekanntschaft mit dem mächtigen Ego (Kurt Russell) machen. Dieser stellt sich schnell mal als Vater von Quill vor und lädt seinen Sohn sowie Gamora und Drax ein, seine Welt zeigen. Währenddessen kümmern sich Rocket und Groot um die Reparatur des abgestürzten Raumschiffs und schlagen sich dabei auch sehr schnell mit den Ravagers herum.

Guardians of the Galaxy 2 fehlt zwar der Überraschungsmoment des ersten Teils, die Fortsetzung gefällt aber trotzdem als schräges Space-Abenteuer mit jeder Menge irrer Einfälle und unglaublich bunter und spektakulärer Action. Die Story ist im Gegensatz zum ersten Teil jedoch deutlich gemächlicher erzählt, wodurch die Spannung zu wünschen übrig lässt. Dafür werden die tollen Charaktere anständig vertieft. Mögen uns die Guardians noch lange erhalten bleiben.

Dass aus Guardians of the Galaxy einer der besten und erfolgreichten Marvel-Filme aller Zeiten werden würde, damit hatten die wenigsten gerechnet. Die Mischung aus fünf unbekannten Figuren, die zum Team werden mussten und in deren Reihe kein wirklicher A-List-Schauspieler vertreten war, liess einen am Box-Office kaum überzeugenden "Vorstellungsfilm" erwarten. Doch Regisseur und Drehbuchautor James Gunn schaffte nicht nur die Einführung auf der Welt- und Figurenebene perfekt, sondern zauberte gleichzeitig eine unterhaltsame Story aus dem Hut, die dann über 770 Millionen Dollar einspielte.

Anstatt nun jedoch im zweiten Teil richtig mit einer rasanten Story loszulegen - wir sind ja nun mit den Figuren vertraut -, schaltet Gunn im Sequel einen Gang herunter. Sein Guardians of the Galaxy Vol. 2 fokussiert sehr auf seine Figuren, weshalb das Erzähltempo sehr gedrosselt wird. Für Action-Fans wird dies jedoch mit einem riesigen Ideenreichtum ausgeglichen, von dem man nur den Hut ziehen kann.

Konnten es sich die Guardians aufgrund des Orbs im ersten Teil nicht leisten, einmal Pause zu machen, geht es hier deutlich ruhiger zu und her. Es wird auch mal an einem Ort verweilt. Da gibt es dann genug Zeit, damit Peter Quill lange Zeit mit seinem Vater quatschen kann, Rocket und der Ravengers-Chef Yondu (Michael Rooker) über ihre Gefühle reden können, während sich Gamora mit ihrer Adoptivschwester Nebula fetzt - mit Worten und zwischendurch auch mit Schwertern und Riesenwaffen. Die Figuren werden so gut vertieft, was sie auch für kommende Abenteuer interessanter macht. So viele ruhige Momente sind zwar untypisch für einen Blockbuster dieser Grösse, was ihn aber handkehrum herrlich erfrischend macht. Ein Nachteil ist jedoch, dass die Spannung dann zum grossen Teil auf der Strecke bleibt.

Spektakel bietet der 15. Film des Marvel Cinematic Universe aber zur Genüge. Dabei profitiert der Film ungemein von der Fantasie und den Ideen von Regisseur Gunn. Da werden popkulturelle Referenzen von Videospielklassikern bis hin einem Eighties-Icon präsentiert, die während den bunten Actionsequenzen für die nötigen Lacher sorgen.

Der heimliche Star des Filmes ist jedoch Groot, der hier in einer Baby-Version auftritt und für viele Jööö-Momente sorgt. Hier in Details zu gehen, wäre jedoch unfair. Trotz tonnenweise veröffentlichtem Trailermaterial im Vorfeld bietet das zweite Abenteuer der "Bunch of A-Holes" massenhaft Überraschungen, die wir hier nicht enthüllen wollen.

Auch wenn es hier nicht wie im ersten Film Schlag auf Schlag geht, ist dies eine gelungene Fortsetzung, deren Soundtrack erneut zum Mitwippen und zum Kauf einladen wird. Und wie immer gilt, dass man während dem Abspann sitzen bleiben soll. Es gibt neben der Auflistung von Cast und Crew stolze fünf (!) Bonusszenen.

Christoph Schelb [crs]

Christoph arbeitet seit 2008 für OutNow und leitet die Redaktion seit 2011. Er liebt die Filme von Christopher Nolan, die Festivals in Cannes und Toronto und kann nicht wirklich viel mit Jean-Luc Godard anfangen, was aber wohl auf Gegenseitigkeit beruht. Gewinner des Filmpodium-Filmbuff-Quiz 2019.

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Kommentare Total: 8

sma

Guardians of the Galaxy Vol. 2 ist ein Drama über einen Mann, dessen gesamtes Leben nur aus Popkulturreferenzen besteht.
Mehr Witze, mehr alte Popsongs und Baby Groot füllen die dünne Geschichte. Vol. 1 ist der bessere Film.

AscendingFlame

Auf diesen Film habe ich mich seit dem ersten GotG irrsinnig gefreut. Oft wird man dann ja leider enttäuscht, aber hier bin ich voll auf meine Kosten gekommen. Der Film ist einfach ein bunter Riesenspass (und das "bunt" ist hier durchaus wörtlich gemeint), noch rasanter und noch lustiger als der erste Teil. Ich habe mich bestens amüsiert und werde ihn mir sicher ein zweites Mal im Kino ansehen. Ausserdem ist Baby-Groot einfach "too adorable".

andycolette

Gerade gesehen super Machart Figuren Musik lustig und härzig ! Und sexy Chris Pratt und Zoe Saldana hat Mega Spass gemacht ! Sehr originell!!

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