First Kill (2017/I)

First Kill (2017/I)

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  3. 97 Minuten

Filmkritik: Put the gun down, son!

Da liegt meine Karriere....
Da liegt meine Karriere.... © Studio / Produzent

Will (Hayden Christensen) arbeitet hart an der Wall Street, ist täglich im Hochstress und vernachlässigt dabei Frau Laura (Megan Leonard) und Söhnchen Danny (Ty Shelton). Um die aufkeimenden Probleme deswegen zu bekämpfen, nimmt er seinen Sohn mit auf einen Jagdausflug. Im Dickicht liegen, schiessen lernen und vielleicht sogar noch einen Bock schiessen - das soll den Haussegen wieder geradebiegen, entpuppt sich aber als Start in ein gefährliches Abenteuer.

Papi und Knallerbub
Papi und Knallerbub © Studio / Produzent

Als die beiden einen Disput zwischen zwei Männern beobachten, wird einer der beiden Kerle abgeknallt. Der Täter flieht und das Opfer schwebt in grösster Gefahr. Vater und Sohn nehmen sich des angeschossenen Levi (Gethin Anthony) an, der sich aber bald als undankbarer Bösewicht entpuppt. Er nimmt den kleinen Danny als Geisel und zwingt Papa Will dazu, einen Schlüssel zu finden, der bei der Schiesserei im Wald verloren ging. Und als ob das noch nicht genug wäre, mischelt auch noch Polizeichef Howell (Bruce Willis) mit seinen Leuten mit, von denen man bald merkt, dass sie etwas zu verbergen haben.

Über First Kill gibt es kaum was Positives zu vermelden. Die Story ist langweilig, kommt nicht in die Gänge, und im Finale interessiert es keinen mehr, was hier genau Sache ist. Die Umsetzung des eh schon zähen Stoffes ist dazu unaufgeregt und hinterlässt einen faden Beigeschmack. Mit solchen Produktionen ist niemandem geholfen.

Über die absteigende Karriere von Superstar Bruce Willis haben wir uns schon diverse Male geärgert. Mit Auftritten in B-Filmen wie First Kill tut er sich weiterhin keinen Gefallen, zumal er hier sogar zum gelangweilten Stichwortgeber degradiert wird und erst im Finale ein bisschen was für seine (wahrscheinlich hohe) Gage machen muss. Gleiches gilt übrigens auch für Hayden «Anakin Skywalker» Christensen, der zwar auch immer wieder Rollen annimmt, jedoch nicht mehr an vergangene Erfolge anknüpfen kann.

Regisseur Steven C. Miller (Arsenal) empfiehlt sich mit dieser zähen und grösstenteils langweiligen Umsetzung ebenfalls nicht für hörere Aufgaben. Es fehlt First Kill schlichtweg an Spannung, Intensität oder gar Humor. Und auch die Darsteller (Stars inklusive) machen einen amateurhaften Eindruck und hinterlassen keinerlei Eindruck. So plätschert der «Thriller» vor sich her, ohne dass es die Zuschauer interessiert. Selbst Fans von Willis und Christensen müssen mit Ernüchterung sehen, dass ihre Helden inzwischen für den richtigen Lohn so ziemlich alles mit sich machen lassen.

Dani Maurer [muri]

Muri ist als Methusalem seit 2002 bei OutNow. Er mag (fast) alles von Disney, Animation im Allgemeinen und Monsterfilme. Dazu liebt er Abenteuer aus fremden Welten, Sternenkriege und sogar intelligentes Kino. Nur bei Rom-Coms fängt er zu ächzen an. Wobei, im IMAX guckt er auch die!

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