Fast & Furious 8 (2017)

Fast & Furious 8 (2017)

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  3. 136 Minuten

Filmkritik: It's raining cars. Hallelujah, it's raining cars...

Einmal zu viel geschaltet?
Einmal zu viel geschaltet?

Dom (Vin Diesel) und Letty (Michelle Rodriguez) geniessen gerade ihre Flitterwochen in Kuba, als erneut wieder Ärger droht. Dom wird von der mysteriösen Cipher (Charlize Theron) zu einem Raub eines EMP-Gerätes in Berlin gezwungen. Mit der Hilfe der Unwissenden Hobbs (Dwayne Johnson), Tej (Ludacris), Roman (Tyrese Gibson), Ramsey (Nathalie Emmanuel) und Letty gelingt der Coup zwar, doch danach sieht sich Dom gezwungen, seine Freunde zu verraten und das Gerät Cipher zu übergeben.

Ein Rock in der Brandung
Ein Rock in der Brandung

Geschockt vom Verhalten von Dom formieren sich im Lager von Mr. Nobody (Kurt Russell) die Betrogenen zusammen mit dem Verbrecher Deckhard Shaw (Jason Statham), um Jagd auf Dom zu machen. Doch schnell müssen sie alle feststellen, dass Cipher ihnen technologisch weit überlegen ist und sie mit Dom eine Geheimwaffe hat, gegen den kaum was auszurichten ist. Was hat sie bloss gegen Dom in der Hand, damit er sich von allen Leuten abwendet, die er selbst seine Familie nennt?

Auch Fast and Furious 8 bietet wieder die bekannten Elemente aus den Vorgängern, jedoch ist dies dank Action-Regisseur F. Gary Gray spektakulär und unterhaltsam umgesetzt. Der Grossteil des Casts hatte sichtlich Freude an dem Ganzen und dies ist im Film spüren. Jetzt müsste nur noch jemand Vin Diesel überzeugen, nicht immer so verbissen zu sein. Bei vielen Diesel-Szenen fühlt man sich, als ob man einen anderen Film schauen würde. Trotzdem ein gelungener Blockbuster, der es in die Top-3 der Reihe schafft.

Fast & Furious 8. Acht! Heutzutage wird in Hollywood lieber auf Nummer sicher gegangen, und so wird nun auch die als "Point Break mit Autos" gestartete Fast and Furious-Franchise bis auf Letzte ausgequetscht. Die Mischung aus durchgeknallter Action, Familiengelaber, dummen Sprüchen und "Ja, wahrschinli"-Szenen, bei denen die Logik Pause macht, funktioniert beim Publikum, und so wurde hierfür auch nicht viel angepasst. "More of the same" würde man im Englischen sagen. Immerhin ist dieses "same" von Action-Spezialist F. Gary Gray spektakulär und cool umgesetzt, was ihn neben dem fünften und dem siebten Teil in die Top drei der Reihe bringt.

Über die Geschichte sollte man wie in den vorherigen Teilen nicht allzu lange nachdenken. Der Bogen wird auch hier wieder mit totgeglaubten und/oder lange vergessenen Figuren sowie mit Seitenwechseln von Bösen zu den Guten deutlich überspannt. Immerhin gibt Letzteres Jason Statham die Gelegenheit, seinen Charme spielen zu lassen und in lustige Kämpfe (mündlich und ääähm... fäustlich?) mit Dwayne Johnson zu gehen. Statham stiehlt dabei unter anderem auch dem steifen Vin Diesel völlig die Show, der einem das Gefühl gibt, dass er sich in einem anderen Film zu befinden scheint. Während der Rest des Casts seinen Spass mit der Prämisse hat, spielt Diesel das Ganze mit ernster Miene und richtig verbissen. Deutlichstes Zeichen hierfür ist eine Szene in der Mitte des Filmes, die in ihrer Gnadenlosigkeit und Brutalität mehr zu Breaking Bad passen würde als zu einer Reihe, in der die Protagonisten auch mal mit einem Auto von Wolkenkratzer zu Wolkenkratzer springen. Vin Diesel wird ja nicht müde zu betonen, dass diese Franchise eigentlich ein paar Oscars verdienen würde. Hier bietet er gleich mehrere (unfreiwillig komische) Oscar-Clips.

Zum Glück eilt jeweils die Action zur Rettung. Nachdem beim letzten Teil Horrorspezialist James Wan (Saw) ans Steuer durfte, setzt man nun auf die Erfahrung des Actionregisseurs F. Gary Gray, der schon im The Italian Job-Remake (ebenfalls mit Charlize Theron und Jason Statham) zeigen konnte, wie unterhaltsam er Autoszenen inszenieren kann. Gray enttäuscht nicht und hat der Reihe gleich zwei neue Kronjuwelen hinzugefügt. Zum einen eine Szene mit regnenden Autos in New York City und eine in Island gedrehte Russlandsequenz, bei der ein U-Boot eine wichtige Rolle spielt. Dies macht Spass, bietet Spektakel und erinnert bei Letzterem sogar an alte James-Bond-Filme. Den ganzen Wahnsinn sollte man unbedingt auf der grossen Leinwand sehen. Auch das Hirn sollte dann ohne Probleme ausgeschaltet werden können. Kinofeingeister werden den Kopf schütteln, Action-Fans erleben derweil magische Momente.

Weit weniger magisch ist leider Charlize Theron als Bösewicht Cipher. Sie wirkt zwar mit ihren Taten durchaus bedrohlich, doch wer eine Amazone à la Furiosa erwartet, wird enttäuscht sein. Das Drehbuch macht sich die kämpferischen Qualitäten der Oscarpreisträgerin nie zunutze. Schade, aber bei dem gewaltigen Actionfeuerwerk durchaus verkraftbar.

/ crs

Kommentare Total: 4

db

Routine aus bekannten Elementen und einer sehr generischen Story. Wiederum ist es deutlich interessanter herauszufinden, wie es mit der Familie weitergeht als was wirklich die Rahmenhandlung ist. Diese ist nämlich genau so berechenbar wie zweckmässig.

3.5

yan

Same old, aber witziger und unterhaltsamer als auch schon. Tyrese Gibson, Jason Statham und The Rock gefallen am besten, während Charlize Theron und Vin Diesel ziemlich enttäuschen. Die Gefängnisszene ist zum Brüllen komisch und actiontechnisch darf erneut das Gehirn ausgeschaltet werden.

Jacky71

AutoZombies :) :)

Hirn ausschalten und die Klasse Action geniessen.
Jason Statham in Hochform ist der Star des 8ten Teils

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