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The End of Meat (2017)

The End of Meat (2017)

Oder: Meat & greet

Das Streicheln der Lämmer

Das Streicheln der Lämmer

Es ist zappenduster, abscheulich eng und es stinkt bestialisch. Und es ist der Ort, an dem Fantastilliarden Lebewesen ihre bedauernswerten Tage verbringen, bevor sie im riesigen Sattelschlepper an den Ort gefahren werden, wo sie der finale Bolzenschuss erwartet. Für Futter und Ställe werden immer mehr Flächen verbaut, längst ist das Tier zur wirtschaftlich lukrativen, aber ökologisch verheerenden Ware verkommen. Obwohl so viele Menschen wissen, dass ihre Fleischgier die Gesellschaft in die Apokalypse treibt, halten sie daran fest.

Vielleicht gelingt es ja, sie anstelle von Schreckensszenarien mit einer Utopie zu überzeugen. Wie sähe eine Welt ohne Fleischkonsum aus? Um diese Frage zu beantworten, macht sich der vegane Aktivist Marc Pierschel auf die Suche bei Herstellern veganer Lebensmittel, Tiergnadenhöfen und bei Unternehmen, die tierische Produkte im Labor erzeugen. Sie alle lassen uns eine Welt erahnen, die zu schön scheint, um wahr zu sein.


Film-Rating

In Zeiten, in denen der Fleischkonsum gerade in der westlichen Welt stark am Pranger steht und sich die Fronten zwischen Fleischessern und Vegetariern zu verhärten scheinen, sind sanfte Töne willkommen. The End of Meat schlägt sie an, bleibt aber in seiner Haltung überzeugt, resolut und konsequent. Der Film zeichnet paradiesische Bilder voller Frieden zwischen Mensch und Tier. Doch auch wenn diese Utopie zieht und der vegetarische Zuschauer da und dort ein sehnsüchtiges Lächeln nicht unterdrücken kann, wird sich der stolz selbstgeadelte «Karnivor» wohl kaum angesprochen fühlen.

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OutNow.CH:

Bewertung: 4.0

 

03.12.2018 / arx

Community:

Bewertung: 4.0 (2 Bewertungen)

 

 

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