Despicable Me 3 (2017)

Despicable Me 3 (2017)

Ich - Einfach unverbesserlich 3
  1. , ,
  2. 96 Minuten

Filmkritik: Gru con Boobs!

It's a hard knock life!
It's a hard knock life!

Ein schräger Bösewicht namens Balthazar Pratt (Stimme: Trey Parker) macht mit seinem VoKuHiLa-Haarschnitt, dem Schnäuzer und Schulterpolstern unserem Agenten-Duo Gru (Stimme: Steve Carell) und Lucy (Stimme: Kristen Wiig) das Leben schwer. Der Kerl, der seine Aktionen stets mit Achtziger-Musik untermalt, ist immer ein Schritt schneller und lässt unser Pärchen alt aussehen. Das geht so weit, dass Gru und Lucy von ihren Jobs in der Anti-Villain-League enthoben und entlassen werden. Das bringt bange Momente mit Zukunftssorgen ins Haus, denn auch die drei adoptierten Mädchen daheim wollen versorgt werden. Von den Minions ganz zu schweigen, denn die haben es langsam satt, «gut» zu sein und wollen endlich mal wieder Abenteuer erleben.

We are Bad Guys!
We are Bad Guys!

Da kommt der steife Butler grad richtig, der Gru eines Tages von dessen Zwillingsbruder Dru (ebenfalls Stimme von Steve Carell) berichtet. Man trifft sich sogleich, freundet sich an und die beiden Brüder entscheiden sich, noch einmal einen richtig grossen Coup zu landen. Schliesslich ist ihnen das Bösewicht-Sein quasi in die Wiege gelegt worden. Der durchzuführende Raub dreht sich um den grössten Diamanten der Welt, den sich Balthazar Pratt geschnappt hat und der nun als Beute herhalten muss. Nicht nur, damit die Familie endlich mal wieder gemeinsam auf die Jagd gehen kann, sondern auch um Gru's Ruf in der Agency zu retten. Doch Schnauzträger Pratt ist nicht von gestern und hat einige Vorkehrungen getroffen...

Keine Frage, wer die Gru-Reihe liebt und mit den Minions abfeiert, dürfte an Despicable Me 3 weiterhin seine Freude haben. Inzwischen machen sich halt leider Abnützungserscheinungen bemerkbar, die man in künftigen Filmen unbedingt korrigieren muss. Vom Anarcho-Humor der Minions und den schrägen Szenen der ersten beiden Teile ist nicht mehr viel übrig. Für unterhaltsame 90 Minuten reicht's aber grad noch knapp, auch wenn man beim Verlassen des Kinosaals schon wieder die Hälfte des eben Gesehenen vergessen hat.

2010 eroberte Despicable Me die Herzen der Kinogänger und sorgte mit den gelben Minions im Schlepptau für immense Einspielergebnisse. Dass eine Fortsetzung folgen musste, war klar und 2013 wurde Despicable Me 2 mit noch grösserem Erfolg lanciert. Da sich die gelben Handlanger der Haupfigur, die Minions, zwischendurch auch noch in einem separaten Film zeigen durften, dauerte es nun etwas länger, bis mit Despicable Me 3 der dritte Teil der Reihe ins Kino kommt. Und man ahnt es bereits, so langsam hat die Serie ihren Zenit überschritten und zeigt grosse Schwierigkeiten, eine einigermassen interessante Story zu bieten.

Eins vorweg, die Minions sind als Nebenfiguren mit Kurzauftritten sicherlich besser aufgehoben und nicht ganz so nervig wie im eigenen Film. Sie sind zwar auch in Despicable Me 3 wieder witzig, aber so richtig weiss man nicht mehr, was man mit ihnen anfangen will. Hier enden wir bei einer Castingshow (*gääh*) und im Knast. Aber im Gegensatz zum Rest des Films sind und bleiben sie das witzigste Element. Höchstens die kleine Agnes mit ihren Einhörnern kann da mithalten...

Das Problem bei Despicable Me 3 ist neben der uninteressanten, weil viel zu braven, Story das Auftauchen des verschwundenen Bruders. Der ist nämlich nicht nur nervig, sondern auch kindisch und langweilig. Dass deswegen sogar der Hauptbösewicht nur eine Nebenrolle spielt und die kleinen Mädels zu Randfiguren werden, ist extrem schade. Denn vor allem die böse Seite hätte mal wieder einen richtig in Szene gesetzten Bad Guy verdient gehabt. Dieser hier hampelt zwar zu fetziger Musik rum, ist aber halt nicht besonders komisch.

/ muri

Kommentare Total: 3

sdoing

Sehr unterhaltsam.
Es leben die 80'er wieder auf, vor allem in der Musik!

Jacky71

Mag leider nicht an die ersten Beiden anknüpfen.

muri

Filmkritik: Gru con Boobs!

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