Blade Runner 2049 (2017)

*Boss music playing in the background*

30 Jahre ist es her, seit Rick Deckard (Harrison Ford) zusammen mit der Replikantin Rachel von der Bildfläche verschwunden ist. Das Los Angeles von 2049 ist zwar immer noch so düster, verregnet und chaotisch wie zuvor, die Fäden ziehen nun jedoch andere: Tyrell Corporation ist bankrott, dafür hat der Landwirtschafts-Industriekonzern von Niander Wallace (Jared Leto) einen kometenhaften Aufstieg vollzogen. Das LAPD ist unterdessen daran, auch die letzten verbleibenden Replikanten der Nexus-6-Generation zu beseitigen. Besonders effizient darin ist der neue "Blade Runner" Officer K. (Ryan Gosling) - bis er eines Tages eine Entdeckung macht, welche sein Weltbild in den Grundfesten erschüttert. Wie hängt Rick Deckard damit zusammen? Und ist er überhaupt noch am Leben?

Text: OutNow.CH (jon)


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4.0 Sterne 

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Film-Informationen

Drehorte: Grossbritannien, USA, Kanada 2017
Genres: Sci-Fi, Thriller
Laufzeit: 163 Minuten

Kinostart: 05.10.2017
Verleih: Sony Pictures Releasing Switzerland GmbH

Regie: Denis Villeneuve
Drehbuch: Hampton Fancher, Michael Green, Philip K. Dick
Musik: Jóhann Jóhannsson, Benjamin Wallfisch, Hans Zimmer

Darsteller: Ana de Armas, Robin Wright, Dave Bautista, Jared Leto, Ryan Gosling, Harrison Ford, Mackenzie Davis, Edward James Olmos, Sylvia Hoeks, Lennie James, Elarica Gallacher, Barkhad Abdi, David Dastmalchian, Hiyam Abbas, Carla Juri, Mark Arnold, Kingston Taylor

» The Internet Movie database (IMDb)


Kommentare zum Film

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8 Kommentare

Denis Villeneuve hatte nicht den einfachsten Job, hat aber eine gelungene Fortsetzung geliefert. Alles positive zum Film wurde gesagt. Atmosphärisch einer der besten Filme, die ich in den letzten Jahre im Kino gesehen habe. Die Settings sind purer Genuss. Die Story zieht sich eher langsam voran, was mich aber nicht störte. Er erweiteret auch das ganze Blade Runner Universum mit neuen, interessanten Ideen. Wie Gosling Schritt für Schritt den Fall auflöst ist interessant.

Trotz allem Lob kommt der Streifen nicht an den Vorgänger ran.

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Beim erste Blade Runner kommt man nicht drumherum über den Film zu disskutieren. Der Film wirkt misteriöser und stellt allgemeine Fragen wie, ob Replikante überhaupt das Recht haben zu leben. Die Fortsetzung hingegen löst am Schlus alle Handlungssträngen auf.

Trotzdem bestimmt ein Top 10 Film des Jahres 2017!

Ich werde das ganze jetzt nicht an Ridley Scott aufhängen, den schliesslich war er hier nur Produzent und hat im Gegensatz zu den Alien Prequels nicht die Hauptverantwortung.

Als Film erinnerte mich Blade Runner 2049 sehr stark an Produktionen wie Force Awakens, Pirates of the Caribbean: Salazar's Revenge oder Fast and Furious 8. Es wird munter eine Tonne Fan-Service mit noch mehr Nostalgie zu einem reissbrettartigen Konstrukt zusammengeschraubt, dass jede Checkbox abarbeitet was das Original einst zu bekannt und beliebt gemacht hat. Düstere abgewrackte Zukunft, epischer Soundtrack, kunstvoll inszenierte Bilder und eine sehr langfädig inszenierte Handlung, welche probiert mysteriöses/philosophisches mit einer klassischen Detektivstory zu kombinieren.

Schon ab dem ersten Moment werden sich Kenner des Originals zuhause führen und auch sonst, setzt Blade Runner 2049 alles daran, um den kritischen Fan des Originals abzuholen. Zudem muss man dem Film auch wirklich anrechnen, dass die Inszenierung wirklich gelungen ist und man ausnahmsweise wirklich Zeit hat, die Szenen zu geniessen ohne 500 Schnitte dazwischen zu haben. Aber das war's dann auch schon. Wer sich in dem Genre auskennt und auch das Original noch im Kopf hat, der wird von der erzählten Handlung kaum überrascht sein und meistens wartet man lediglich darauf, bis das blasse Milchgesicht die Puzzlesteine auch noch zusammensetzt. Ironischerweise kann sich von dem Cast einzig Ana de Armas wirklich herausheben, welche als das Hologramm Joi nicht nur der Emotionale Anker des Filmes wird - sondern auch sonst dem Hauptcharakter noch lange voraus ist.

Fazit: Wie oft in letzter Zeit wird ein Klassiker in einem Reboot/Sequel nochmals in die Kinos gebracht und grundsätzlich bietet er dabei alles, was man von einem Blade Runner erwartet. Von der Distanz aus betrachtet, erinnert es dann doch eher mehr an Filme wie Terminator 4 oder Force Awakens, welche zum einen irgendwie den falschen Hauptcharakter haben oder eben mehr Fan-Service sind als wirklich eine Handlung zu bieten haben, welche dem Original annähernd das Wasser reichen kann. Grundsätzlich nett anzusehen, aber irgendwie erinnert es lediglich daran, wie gut, dass das Original gewesen ist und es macht eher an dieses nochmals anzusehen, als diese Schmalspur-Version welche streckenweise doch arg bemüht wirkt.

Paradox: Science Fiction, 2049, Dystopie und trotzdem 163 Minuten lang total realistisch. Die Filmsets sind zum Niederknien.

Ein visuell, auditiv und storymässig sehr guter Film. Aber die 160min sind nichts für MTV-3sec-Videoschnitt-Zappelphilipps.
@swissroll: "... was sollen die weiblichen Statuen mit den Highheels?"

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Viva, Las Vegas! (Long live the King of Rock'n Roll!)

Cineastische Perfektion auf jeder Ebene. Punkt.