Beyond Skyline (2017)

Beyond Skyline (2017)

  1. , ,
  2. , ,
  3. 105 Minuten

Filmkritik: Macht mal jemand dieses blaue Licht aus, bitte?

Alles Blaue kommt von oben
Alles Blaue kommt von oben © Studio / Produzent

Los-Angeles-Cop Mark (Frank Grillo) muss einmal mehr einen unangenehmen Gang antreten: Sein Sohn sitzt im Knast und Mark muss ihn bei seinen Kollegen aus der Zelle holen. Überhaupt hat der junge Mann sein Leben nicht wirklich im Griff und soll jetzt von Papa dabei unterstützt werden, wieder auf die richtige Seite zu kommen. Bald aber sind diese Probleme nur noch Nebensache, denn in dieser Nacht wird die Stadt angegriffen. Von Aliens! Von Monstern! Die blaues Licht schicken und somit Leute hypnotisieren und zu sich aufs Schiff saugen, wo sie deren Gehirne fressen!

Bei Star Wars sahen die Fighter aber cooler aus
Bei Star Wars sahen die Fighter aber cooler aus © Studio / Produzent

Die Viecher schnappen auch Marks Sohn, was den Cop dazu bringt, sich ebenfalls irgendwie auf das Raumschiff saugen zu lassen. Dort oben, inmitten mechanischer und monströser Apparaturen, will er das Leben seines Sohnes retten, muss aber bald feststellen, dass diese Ausserirdischen ihre eigenen internen Querelen haben, die sich herrlich für eine Flucht und den Start einer Gegenwehr ausnützen lassen...

Beyond Skyline ist der gleiche Quatsch wie das Original, dürfte aber unter Umständen sogar noch einen weiteren Teil spendiert bekommen. Der Film legt es darauf an, und wenn auch nur wieder die Unverbesserlichen solche Filme gucken und als «sehenswert» betiteln, müssen wir uns in ein paar Jahren wieder mit Monstern und blauen Lichtern rumschlagen. Das wäre dann aber doch des Guten etwas zu viel, oder?

Ha! Was haben wir uns 2010 doch über Skyline geärgert und uns gefragt, warum so ein Sci-Fi-Quatsch überhaupt den Weg in die Schweizer Kinos finden konnte. Nach gemeinsamem Filmbashing wurde das Werk in die Schublade geschoben, wo all die Filme sind, von denen man eh nichts mehr hört. Erstaunlicherweise müssen wir uns nun korrigieren, denn mit Beyond Skyline wurde tatsächlich ein Film produziert, der auf dem üblen Ding von damals basiert, dem mit den blauen Lichtern.

Frank Grillo, der «Crossbones» aus Captain America: Civil War, tummelt sich hier unter namenlosen Stars und Sternchen und versucht, die ausserirdische Bedrohung zu bekämpfen, so gut es geht. Dabei muss er sich mit einer Story rumschlagen, die dem Original nicht viel nachsteht und für allerhand Kopfschütteln sorgt. Mehr Details zu verraten, wäre unfair, denn immerhin soll es ja Leute geben, die auf Filme wie Beyond Skyline gewartet haben.

Natürlich ist an dem Film nicht alles übel. So sind die einzelnen Sequenzen mit den grossen Raumschiffen über der grossen Stadt recht beeindruckend, und die Monster haben auch schon schlechter ausgesehen. Es fehlt aber schlichtweg an einer spannenden Geschichte, die den Zuschauer über einen längeren Zeitraum fesseln könnte. Hier verlässt man sich auf billige Ausstattungen und steife Komparsen.

Dani Maurer [muri]

Muri ist als Methusalem seit 2002 bei OutNow. Er mag von Animation über alte Monsterfilme bis zu intergalaktischen Abenteuern alles, was ansteht. Bei öden Rom-Coms kriegt er vielfach Bauchweh, aber im IMAX überlebt er auch das.

  1. Profil
  2. E-Mail
  3. facebook
  4. Instagram
  5. Website

Kommentare Total: 3

db

wow, der erste war schon absolut tragisch und unnötig, dieser ist keinen deut besser.

yan

Einen Hauch besser als Skyline, aber genauso unnötig und in etwa gleich doof.

muri

Filmkritik: Macht mal jemand dieses blaue Licht aus, bitte?

Kommentar schreiben

Trailer Englisch, 02:01