Batman vs Two-Face (2017)

Batman vs Two-Face (2017)

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  2. 72 Minuten

Filmkritik: Ein Mann, zwei Gesichter!

*Tätsch* *Bramm*
*Tätsch* *Bramm*

Dr. Hugo Strange, ein etwas spezieller Wissenschaftler, hat einen Weg gefunden, das "Böse" aus den Köpfen der Verbrecher von Gotham zu ziehen. Auf den Stühlen sitzen unter anderem der Joker, der Pinguin oder auch Mr. Freeze. Dass ein solches Aufkommen an Bösewichten nicht ohne Beteiligung der "guten" Seite stattfindet, ist klar. Aus diesem Grund ist neben Batman (Stimme von Adam West) und Robin (Stimme von Burt Ward) auch der neue Staatsanwalt der Stadt, Harvey Dent (Stimme von William Shatner) vor Ort. Da der Joker aber dann doch nicht mehr so recht mitspielen will, explodiert die ganze Apparatur und hinterlässt ein Chaos. Ausserdem ist Harvey Dent so schwer verletzt, dass eine Gesichtshälfte monströs verunstaltet wird.

Heiliges Scheinwerferlicht!
Heiliges Scheinwerferlicht!

Nach einem Aufenthalt im Krankenhaus und diversen Therapien scheint Dent aber bald wieder zu funktionieren. Mysteriöserweise beginnen nun aber Verbrechen, die unser dynamisches Duo vor Rätsel stellen. Nicht nur müssen sie den durchgeknallten King Tut oder auch den Bücherwurm bekämpfen, sondern eine neue Kraft im Verbrechertum will sich ins richtige Licht rücken und bringt Batman und Robin in ernste Schwierigkeiten. Zumal der Unbekannte weiss, wer sich hinter den Masken befindet und dies nun seinen Gaunerkollegen aufzeigen will. Nun ist für unsere Rächer der Nacht guter Rat teuer...

War Batman: Return of the Caped Crusaders schon recht durchschnittlich, unterbietet Batman vs Two-Face dies sogar noch. Es kommt während der ganzen Spielzeit keine gelungene Unterhaltung auf, und der Film hangelt sich von einer zähen Szene zur nächsten. Hoffentlich ist mit diesem Abenteuer die Reise in die Nostalgiewelt zu Ende.

Mit Batman: Return of the Caped Crusaders hat Warner Bros. Animation eine Reihe gestartet, die sich auf den "alten" Batman der Sechzigerjahre bezieht und die Stimmen der damaligen Darsteller Adam West und Burt Ward bietet. Nun fährt man auf dieser Schiene noch ein Stückchen weiter, holt sich Star Trek-Ikone William Shatner als Sprecher an Bord und lässt die bekannten Bösewichte erneut gegen das dynamische Duo antreten.

Man muss ein Flair haben für diese in die Jahre gekommenen Figuren, die nichts mehr gemein haben mit aktuellen Batmans und Robins. Während der Stoff als Realfilm längst zum Kult geworden ist, schafft es Batman vs Two-Face kaum aus den Startlöchern. Es fehlen die Spannung, der Witz, das Übertriebene und halt einfach starke Figuren. So wird der Antagonist Two-Face zwar von Captain Kirk unterhalten gesprochen, ist aber leider die einzige Figur, die mehr bietet als erhofft. Der Rest, inklusive dem Duo West und Ward, bleibt auf höchst durchschnittlichem Niveau.

Der grosse Haken an Batman vs Two-Face ist aber sicher die Story, die kaum vorangetrieben wird und dementsprechend zäh ist. Auch das Auftauchen von C-Bösewichten wie King Tut oder dem Bookworm geschieht ohne Bezug auf die Story und dient einfach dazu, die beiden Kerle auch mal filmisch zu erwähnen.

/ muri