Alien: Covenant (2017)

Alien: Covenant (2017)

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  3. 122 Minuten

Filmkritik: Great Scott!

War das Tiramissu nicht fein?
War das Tiramissu nicht fein? © 2017 Twentieth Century Fox Film Corporation. All Rights Reserved.

Die Crew des Raumschiffs Covenant ist unterwegs mit einem ganz speziellen Auftrag: der Kolonisation des bewohnbaren Planeten Origae-6. Nebst der Crew befinden sich 2000 Kolonisten im Tiefschlaf, doch als das Schiff durch eine unvorhersehbare Schockwelle eine Schaden erleidet, wird die Crew unsanft aufgeweckt. Bis nach Origae-6 wäre die Covenant noch sieben Jahre unterwegs, doch dank einem Funkspruch entdecken die Raumfahrer einen bisher unbekannten Planeten, der ebenfalls bewohnbar scheint.

Littering!
Littering! © 2017 Twentieth Century Fox Film Corporation. All Rights Reserved.

Auf der Planetenoberfläche angekommen, entdeckt die Truppe Spuren einer entwickelten Zivilisation und eine mannigfaltige Flora. Durch die Pollen eines Pilzes erkrankt eines der Crewmitglieder, und es wird sehr schnell klar, dass es sich nicht um eine Krankheit, sondern einen fiesen, sich im Körper festsetzenden Organismus handelt, der schon bald seinen Weg aus dem Körper seines Opfers finden soll...

Fans von Prometheus und Alien können gleichermassen aufatmen. Ridley Scott dürfte mit dem neuesten Kapitel der Saga sowohl Horrorfans als auch Freunde von grossen Konzepten im Sci-Fi abholen. Die Welt, die Scott visuell erschafft, ist beeindruckend und wunderschön, während der Horror effektiv für Spannung sorgt. Einzig in der Schlussphase fühlt sich Alien: Covenant mehr an wie eine Entschuldigung für die Fans, welche von Prometheus enttäuscht waren, und verkommt zur Pflichtübung für Scott. Doch auch im Finale ist genug visuelles Flair und handwerkliches Können vorhanden, um als Zuschauer die kleinen Defizite schnell zu vergessen und sich im Spektakel zu verlieren.

Als Ridley Scott vor fünf Jahren seine Vorgschichte zu Alien in die Kinos brachte, waren die Meinungen geteilt. Dünne Charaktere, mehr Fragen als Antworten und zu wenig tatsächliche Verknüpfungen zum Original waren die Hauptargumente der Gegner. Da negative Stimmen leider immer etwas lauter sind als die positiven, scheinen sich Scott und sein Team ein Herz gefasst zu haben und schaffen mit Alien: Covenant einen Hybriden, mit dem sie fast ins Schwarze treffen.

Die Crew der Covenant ist ein sympathischer Haufen mit einer tollen Gruppendynamik. Nebst Katherine Waterston und Billy Crudup ist es überraschenderweise Komödienstar Danny McBride (Your Highness), der viel zum "Herz" der Gruppe beiträgt. Die Truppe fühlt sich echt an, und die Tatsache, dass es sich um verschiedene Liebespaare handelt, gibt dem Ganzen eine emotionale Komponente, welche noch mehr mit ihnen mitfiebern lässt. Michael Fassbender hat mit einer Doppelrolle wohl die grösste Herausforderung und steht im Zentrum der Geschichte. Obwohl der irische Schauspieler mit seinem US-Akzent etwas zu kämpfen hat, sind seine zwei differenzierten Performances beeindruckend und spannend zu beobachten.

Alien: Covenant ist dann am stärksten, wenn sich die Handlung auf dem neuen, unbekannten Planeten abspielt. Hier gibt es die gewohnt atemberaumenden Bilder und eine Hoschspannungsszene (Stichwort: Ein schöner Rücken kann entzücken), die es in sich hat. Scott hat sein Publikum fest im Griff, und es ist beinahe ein Ding der Unmöglichkeit, den Blick von der Leinwand abzuwenden, so immersiv ist seine Vision.

Obwohl die Handlung nicht alle Fragen beantwortet, die Prometheus stellt, ist es erfreulich, dass die Thematik der Schöpfung und die philosophischen Themen, wenn auch reduziert, weitergeführt werden. Wenn dann gegen Schluss das Alien wütet, ist dies nach wie vor aufregend, aber definitiv ein Kompromiss. Mehr Zeit mit der Story wäre zwar mutig, aber wilkommen gewesen. So ist Alien: Covenant eine leider selten gewordene Anomalie: ein intelligenter Blockbuster, der aufregende Action mit guten Charakteren und einer weiterhin faszinierenden Geschichte verknüpft.

Marco Albini [ma]

2003 verfasste Marco seine erste Kritik auf OutNow und ist heute vor allem als Co-Moderator des OutCast tätig. Der leidenschaftliche «Star Wars»-Fan aus Basel gräbt gerne obskure Genrefilme aus, aber Komödien sind ihm ein Gräuel.

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Kommentare Total: 12

andycolette

Bitter habe ich im Kino verpasst der Film ist Wahnsinn Machart unglaublich diese Effekte ganz sicher Oscar Nominationen !!! Traum Bilder und einmal mehr ein sensationeller Michael fassbender !!! Grosses Kino !!!

Conor

Das gelungene und unterhaltende letzte Glied zwischen Prometheus und Alien, auch wenn es nicht ganz an die Qualität der anderen Parts heranreicht.

bloodout

WARUM Ridley Scott ???Das ist einfach Müll Sorry ,was soll das ,echt Jetzt !Ich war Stinksauer nicht mal die Düstere Atmosphäre hat gehalten was Sie Versprach !!
Ich sags Ungern Ein Film Den die Welt NICHT braucht !!!
Michael Fassbender kann esmeiner Ansicht nach auch Besser !Schade !!

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