Acts of Vengeance (2017)

Acts of Vengeance (2017)

Pfad der Rache
  1. ,
  2. 87 Minuten

Filmkritik: All I have to do is dream, dream, dream

Wie lautet mein Text?
Wie lautet mein Text? © Studio / Produzent

Frank Valera (Antonio Banderas) ist Anwalt. Ein guter noch obendrein, der seine Klienten mit Wortschwallen und -verdrehungen raushaut und vor lauter Arbeit seine Familie vernachlässigt. So auch an jenem verhängnisvollen Abend, als Frau und Tochter eigentlich gehofft hatten, dass Daddy zu ihnen stösst, dieser aber noch Akten wälzen musste. Mit schlimmem Ergebnis, denn die Frauen wurden brutal ermordet und Frank muss hilflos zuschauen, wie die Leichen seiner Liebsten gefunden werden. Die Polizei in Person von Officer Strode (Karl Urban) kommt bei der Ermittlungen nicht recht vorwärts und schon bald ist der Fall als "cold" eingestuft.

Super-Toni in Action!
Super-Toni in Action! © Studio / Produzent

Das lässt Frank nicht auf sich sitzen. Wenn die Cops schon nichts mehr machen, dann muss er selber Untersuchungen starten. Er legt ein Schweigegelübde ab (schliesslich hat er als Anwalt genug geplappert), trimmt seinen Körper in Untergrundkämpfen auf Vordermann und beginnt, am Tatort herumzuschnüffeln. Mit Hilfe der Krankenschwester Sheila (Paz Vega) nimmt er bald erste Spuren auf, die in Kombination mit seinen Erfahrungen den Kreis der Täter einschränken. Dabei stösst er auf Verdächtige, die so nicht zu erwarten waren...

Acts of Vengeance ist ein B-Film, der weder gross Spannung erzeugt, noch richtig glaubwürdig ist. Der Anwalt wird innert kürzester Zeit zum Superkämpfer, der Banden von Bösewichten auseinandernimmt und einen Fall löst, an dem die Cops gescheitert sind. Viele "glückliche" Zufälle bestimmen den Film, so dass nie das Gefühl entsteht, dass irgendwo noch ein Hindernis aufgestellt wäre. So plätschert der Film dahin, ohne beim Zuschauer Emotionen zu verursachen.

Jetzt hat es also auch Antonio Banderas erwischt. Einst feuriger Desperado, dann The Mask of Zorro und nun sichtlich gealtert in B-Produktionen wie Acts of Vengeance, versucht sich der sympathische Spanier, weiterhin im Gedächtnis der Filmwelt zu halten. Dass er sich mit dieser Produktion keinen Gefallen tut, versteht sich fast von selbst. Zumal er seinen charmanten spanischen Akzent über einen Grossteil des Films nicht benützen kann.

Familienväter, die ihren Körper quälen, Kräfte sammeln und zu Superhelden werden, kennen wir bereits zigfach aus anderen Produktionen. Deshalb ist die Ausgangslage von Acts of Vengeance nicht übermässig interessant. Die Hauptfigur bekommt aber immerhin durch ihr Schweigen eine Extranote, wobei Banderas' Taten und Handlungen mittels Off-Kommentaren trotzdem erklärt werden. Da hätte man den Anwalt auch grad reden lassen können...

Banderas selber lebt von seinem Image und seinen Sympathiewerten. Gross gefordert wird er in Acts of Vengeance nicht, und auch seine Co-Stars Paz Vega (Spanglish) und Karl Urban (Thor: Ragnarok) haben nicht viel zu tun. Und was genau der Auftritt von Altstar Robert Foster (Jackie Brown) für einen Nutzen haben sollte, bleibt wohl ein Geheimnis der Filmemacher.

Dani Maurer [muri]

Muri ist als Methusalem seit 2002 bei OutNow. Er mag (fast) alles von Disney, Animation im Allgemeinen und Monsterfilme. Dazu liebt er Abenteuer aus fremden Welten, Sternenkriege und sogar intelligentes Kino. Nur bei Rom-Coms fängt er zu ächzen an. Wobei, im IMAX guckt er auch die!

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