Willkommen bei den Hartmanns (2016)

Willkommen bei den Hartmanns (2016)

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Filmkritik: Euch ist doch nicht mehr zu helfen

Ich bin ein Berliner.
Ich bin ein Berliner. © 2016 Warner Bros. Ent. All Rights Reserved.

Turbulente Zeiten bei der Familie Hartmann: Mutter Angelika (Senta Berger) hat gegen den Willen ihres Mannes Richard (Heiner Lauterbach) beschlossen, den Flüchtling Diallo (Eric Kabongo) aufzunehmen. Doch dabei braucht die Familie Hartmann selber ganz dringend Hilfe: Richard weigert sich, sich von seinem Arztjob pensionieren zu lassen, Tochter Sophie (Palina Rojinski) ist mal wieder dabei durch ein Studium zu fliegen, und Sohn Philipp (Florian David Fitz) steht kurz vor dem Burn-out und läuft Gefahr, seinen eigenen Sohn Basti (Marinus Hohmann) zu verlieren. Nicht wirklich ein ruhiges Umfeld für den geplagten Flüchtling Diallo.

Auch wenn es in Willkommen bei den Hartmanns um einen Flüchtling geht, beschränkt sich Regisseur Simon Verhoeven nicht nur auf dieses in Deutschland momentan sehr aktuelle Thema. Der Film wirbt ganz allgemein für mehr Hilfsbereitschaft. Denn jeder in der Familie Hartmann braucht dringend brauchbare Hilfe: vom Vater, der von dem Falschen Unterstützung erhält, bis zum Sohn, der kurz vorm Durchdrehen ist. Der Film halst sich mit den vielen Wehwehchen der Figuren zu viel auf und verschwendet so zu viel Laufzeit für klischeehafte First-World-Problems. Herausgekommen ist ein Film mit zwar guten Absichten, der aber wegen eines zu gedrängten Programms unter seinen Möglichkeiten bleibt.

Christoph Schelb [crs]

Christoph arbeitet seit 2008 für OutNow und leitet die Redaktion seit 2011. Er liebt die Filme von Christopher Nolan, die Festivals in Cannes und Toronto und kann nicht wirklich viel mit Jean-Luc Godard anfangen, was aber wohl auf Gegenseitigkeit beruht. Gewinner des Filmpodium-Filmbuff-Quiz 2019.

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