The Warriors Gate (2016)

The Warriors Gate (2016)

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  3. 108 Minuten

Filmkritik: Prinzessin in Not!

Reisestrapazen
Reisestrapazen © Studio / Produzent

Jack (Uriah Shelton) lebt mit seiner Mutter in einem Haus, schlängelt sich irgendwie durch den Schulalltag und verbringt seine Freizeit am liebsten am Computer, wo er in seinen Kampfspielen richtig gut geworden ist. Nun aber wird das Geld knapp und der Auszug steht kurz bevor. Deshalb versucht Jack ein bisschen Geld zu verdienen, indem er in einem Antiquitätenladen aushilft. Dort entdeckt er eine schöne Vase, die er sich daheim ins Zimmer stellt und bald Besuch aus alter Zeit bekommt...

Voll im Getümmel
Voll im Getümmel © Studio / Produzent

Eines Nachts steht nämlich ein chinesischer Kämpfer in der Wohnung, der nach einem grossen Krieger sucht. Dieser soll die Prinzessin beschützen, die ihrerseits von einem üblen Kriegsherrn namens Arun (Dave Bautista) gejagt wird, der sie heiraten will. Durch verschiedene Umstände endet Jack schlussendlich sogar selber im antiken China, wo er sich der Horden von Verfolgern erwehren muss. Dabei verlässt er sich nicht nur auf magische Unterstützung, sondern auch auf seine Kampfkünste. Doch die sind am Bildschirm einfacher auszuführen als in der Realität...

Enter the Warrior's Gate ist ein sehr bescheidener Film geworden, der mehr sein möchte, als er schlussendlich ist. Es fehlt an Tempo, Witz und Spannung und man verlässt sich auf einzelne Sequenzen, die unterhaltend sind. Auch "Star" Dave Bautista braucht sein durchaus vorhandenes Potenzial niemals abzurufen. Schade, aber inzwischen fast Standard für Filme von Autor und Produzent Luc Besson.

Mitgeschrieben und produziert von Luc Besson (The Fifth Element, Valerian and the City of Thousand Planets) - der actionbewanderte Franzose ist ein fleissiger Mann. Immer wieder taucht sein Name im Abspann irgendwelcher Filme auf, was ih n somit nicht in Vergessenheit geraten lässt. In der chinesisch-französischen Co-Produktion Enter the Warrior's Gate setzt man auf Fantasy und Abenteuer, lässt einen jungen Mann in die Vergangenheit reisen und hat mit Dave Bautista (Guardians of the Galaxy, Spectre) sogar einen angesagten Namen verpflichtet. Genützt hat es leider nicht viel.

Bis die Reise ins antike China losgeht, dauert es eine glatte halbe Stunde. Bis dahin kriegen wir einen kleinen Einblick in das Leben des jungen Protagonisten, dessen Probleme mit Schulrowdys und natürlich sein Verhalten. Bis die Prinzessin in die Gegenwart reist und erstmal alles auf den Kopf stellt. Dann geht's ab in die wilde Zeit, in der es ein paar Fantasymomente zu sehen gibt und der grosse Showdown ansteht. Inhaltlich auf normalem und vorhersehbarem Weg, nimmt Enter the Warrior's Gate keinerlei Abkürzungen oder Umwege.

Leider ist der Spass- und Spannungsfaktor bei Enter the Warrior's Gate nicht besonders hoch. Das "Schicksal" der Hauptfiguren interessiert nur am Rand und die böse Seite hat trotz Starpower eine eher lachhafte Art, mit Bedrohungen umzugehen. Einzig der Zauberer, der leider nur gelegentlich auftaucht, schafft mit seinen Tricks etwas Auflockerung. Ausserdem ist die eigentlich Handlung nach knapp 85 Minuten beendet, wird dann aber noch künstlich auf 105 Minuten in die Länge gezogen.

/ muri