Star Trek Beyond (2016)

Star Trek Beyond (2016)

Star Trek: Beyond
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  2. 122 Minuten

Filmkritik: Scotty, wir haben ein Problem.

Spitzt die Ohren, und hört mir zu!
Spitzt die Ohren, und hört mir zu!

Captain Kirk (Chris Pine) und seine Crew befinden sich im dritten Jahr einer 5-Jahres-Mission. Das Entdecken neuer Welten, Zivilisationen und Spezies kann nach so langer Zeit auch eintönig werden, und daher freut sich die Besatzung der Enterprise über eine kurze Auszeit auf der neusten, modernsten und grössten Raumstation der Föderation mit dem Namen Yorktown.

Du hast den Herd vergessen!
Du hast den Herd vergessen!

Doch der Hilferuf eines fremden Schiffs bringt die Kurzurlaubspläne schon bald gehörig durcheinander. Es gab einen tragischen Zwischenfall in einem unerforschten Planetensystem, welches nur die Enterprise - dank ihres modernen Navigationssystems - durchqueren kann. Was die Crew dort jedoch vorfindet, ist nicht nur eine Gefahr für ihr Schiff, sondern auch für die Menschheit. Werden Kirk, Spock (Zachary Quinto), Bones (Karl Urban), Sulu (John Cho), Uhura (Zoe Saldana), Scotty (Simon Pegg) und Chekov (Anton Yelchin) die Gefahr bannen können?

Star Trek Beyond reiht sich nahtlos in die Reihe der neuen Star-Trek-Generation ein und überzeugt als optisch ansprechender Science-Fiction-Film, welchem die Figuren am Herz liegen. Auch schlägt er für Fans eine schöne Brücke zur alten Garde. Dennoch wäre es erfrischend, wenn sich eine Fortsetzung noch mehr ins All vorwagen würde, für Abenteuer in noch unendlicheren Weiten. Denn viel Neues bekommt man hier nicht zu sehen. Das Potenzial, um zu begeistern, ist bei dieser Crew aber definitiv vorhanden.

Star Trek Beyond ist bereits der dreizehnte Star-Trek-Kinofilm und startet pünktlich zum 50. Jubiläum des Franchises. J.J. Abrams, der für die ersten beiden Filme mit der neuesten Generation verantwortlich war, agiert nur noch als Produzent. Regie führt hier Justin Lin, der vor allem durch seine Arbeit an den Fast & Furious-Filmen bekannt ist. Dies schürte unter Fans Befürchtungen, dass Star Trek Beyond ein reiner Highspeed-Actionfilm werden könnte. Mit Simon Pegg - welcher wieder als Scotty zu sehen ist - durfte dafür ein bekennender Star-Trek-Fan am Drehbuch-Prozess mitwirken.

Und das neue Abenteuer der Enterprise beginnt durchaus vielversprechend. Der Film nimmt sich genügend Zeit für die Einführung, verstärkt noch einmal die Beziehungen der Figuren untereinander und setzt den Humor an den richtigen Stellen ein. Manchmal wirkt es aber noch immer so, als ob die Charaktere auch im dritten Film mit der neuen Besetzung ihre Rollen noch nicht gänzlich gefunden hätten. Verstärkt wird dieses Gefühl noch durch den - durchaus netten - Fanservice, welcher die Charaktere noch immer nicht vollständig von den Ketten der Vergangenheit lösen kann.

Dabei funktioniert die Chemie zwischen Captain Kirk, Spock, Bones und dem Rest der Crew hervorragend. Regisseur Justin Lin serviert uns das Ganze in beeindruckenden Bildern und bleibt den Vorgängerfilmen optisch treu. Auch das Böse hat seinen Reiz, denn Antagonist Krall wirkt zu Beginn sehr bedrohlich und beeindruckend skrupellos. Da verzeiht man dem Film gerne die bekannten Muster und Klischees, die bei einem Star Trek wohl einfach erfüllt werden müssen.

Leider schwächelt das Drehbuch gegen Ende des zweiten Aktes, was dem spannenden Aufbau der Geschichte nicht so richtig gerecht wird. Dies liegt auch daran, dass die Motivation, welche Idris Elba als Krall antreibt, nie richtig nachvollziehbar ist. Die Wendung, warum gewisse Dinge passieren, kommt viel zu spät und wirkt dazu noch stark unglaubwürdig. Dafür bekommt man während des Finales eine Star-Trek-untypische, aber audiovisuell beeindruckende Sequenz geboten, die sich sehen und vor allem hören lassen kann.

/ rny

Kommentare Total: 10

Narcissus

Ausrüstung für erfolgreiche Alienabwehr:

- ukw Radio
- Beastie Boys Kassette

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Ich bin eher enttäuscht. Der Streifen ist bestimmt unterhaltsam und auch die Einführung in andere Welten gelungen. Aber der Film hat nicht mehr so viel Tempo drin wie die zwei Vorgänger. Storymässig kann sich Beyond von anderen Star Trek Filmen nicht abheben und wirkt wie ein 0815 Aufguss. Auch schade finde ich, dass es keine herrlichen Interaktionen zwischen Kirk und Spock gab.

muri

Überraschenderweise recht unterhaltsam. Hatte mir nicht viel erwartet, wurde aber positiv unterhalten. Gute Charaktere, Duo Spock/Bones ist der Hammer und der Gegner auch nicht ganz schwach. Dazu herrlich Bilder am Anfang, eine starke Bedrohung (Bienenschwarm) und immer wieder nette Sprüche zwischendurch zur Aufheiterung.

Gefällt! 4.5 Starfleet-Abzeichen!

PS: Gerüchteweise soll ja Carlo Ancelotti (der neue Trainer vom FC Bayern) eine Mini-Rolle als Arzt haben. Leider habe ich ihn nicht erkannt oder gefunden. Ist es jemandem von euch geglückt?

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