Sharknado 4: The 4th Awakens (2016)

Sharknado 4: The 4th Awakens (2016)

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  2. 95 Minuten

Filmkritik: Sie fliegen wieder...

Geistersichtung!
Geistersichtung! © Studio / Produzent

Fünf Jahre ist es nun her, seit der letzte "Sharknado" übers Land gefegt hat. Der damalige Held Fin Shepard (Ian Ziering) hat seine Frau dabei verloren und sich auf eine Farm im Niemandsland zurückgezogen. Dort kümmert er sich um seine Mutter und seinen Sohn und hat eigentlich genug von fliegenden Haifischen. Doch die Ruhe hält nicht lange, denn als Fin nach Las Vegas reist, um dort in einem "Hai-Hotel" seinen erwachsenen Sohn zu treffen, tut sich am Horizont Übles auf. Zwar haben die Wissenschaftler von AstroX einen Mechanismus erfunden, der diese Sharknados früh erkennt und beseitigt, aber dieses Mal geht das Ganze mächtig in die Hose. Bald fliegen wieder hungrige Haifische über die Gambler der Casinos und Fin steht mittendrin.

Kompetenz en masse
Kompetenz en masse © Studio / Produzent

Doch damit nicht genug! Die neuen Winde vermehren sich, entwickeln sich von Sharknados zu "Cownados" oder "Lavanados" und verwüsten das Land. Als das Grösste dieser Dinger in Richtung Kansas zieht (dort wo Fin nun daheim ist), beginnt ein Wettrennen gegen die Zeit, um Fins Sohn und Mutter zu retten. Überraschenderweise taucht auch noch eine etwas veränderte Ehefrau April (Tara Reid) wieder auf, die von ihrem Vater (Gary Busey) ein paar Upgrades gekriegt hat. Zusammen mit Fins Dad Gilbert (David Hasselhoff) müssen die Shepards nun ihre eigene Familie retten.

Aus der ganzen Hai-Reihe ist Sharknado 4: The 4th Awakens sicherlich der schwächste. Zwar bietet er immer noch einen gewissen Unterhaltungswert, aber man sieht dem Film an, dass die Effekte (absichtlich) grottenschlecht sind und die Schauspieler (ebenfalls absichtlich?) hölzern agieren und dämliche Dialoge sprechen. Die Reihe war nie ein Garant für gutes Kino, aber Spass gemacht hat sie bislang immer. Dieser vierte Teil ist ein kleiner Absturz... Wobei man das ja im wohl kommenden fünften Teil wieder revidieren kann.

Seit 2013 der erste Sharknado über den Bildschirm flimmerte, hat man sich des trashigen Themas angenommen und wirft den gierigen Fans jedes Jahr ein Sequel vor. Zwar werden die Geschichten ständig dämlicher, aber die Marketingmaschinerie läuft wie geschmiert. Zudem bieten sich diese Filme wunderbar für diverse Cameos längst vergessener Stars an. Aktuell so in Sharknado 4: The 4th Awakens.

Ian Ziering, der Beau aus Beverly Hills 90210, hat sich mit den Sharknado-Filmen ein wunderbares weiteres Standbein geschaffen, damit der Rubel rollt. Jedes Jahr ein paar Wochen arbeiten, Haifische killen, sich im Blut wälzen und Tara Reid küssen. Gibt Schlimmeres für einen schönen Jahresverdienst... Gleiches gilt inzwischen für David Hasselhoff, der auch hier wieder den grossmäuligen Papi gibt und dabei hilft, den Fischen den Garaus zu machen.

Inhaltlich bietet Sharknado 4: The 4th Awakens jedoch nicht mehr viel. Richtig, auch die Vorgänger haben diesbezüglich keine grossen Stricke gerissen, aber nun ist man auf dem Niveau angekommen, wo man lieber Filme wie Terminator 2: Judgment Day zitiert, auf den Zug von The Force Awakens aufspringt und (teilweise) gealterte Baywatch-Damen durchs Bild hoppeln lässt. Neuerungen und innovative Szenen sucht man vergebens. Sharknado 4: The 4th Awakens verkommt zum "Star-Spotting", bei dem man sich von einem Cameo zum Nächsten hangelt.

Gäste in diesem vierten Teil sind aber auch zahlreicht und namhaft. Gary Busey, Mötley Crüe-Sänger Vince Neil, das Auto Christine, Steve Guttenberg, Gilbert Gottfried (oh mein Gott, lebt der noch?), Alexandra Paul, Geena Nolin oder WWE-Wrestler Seth Rollins kriegen allesamt genügend Möglichkeiten, durchs Bild zu laufen oder kurz mal in die Kamera zu gucken. Wer genauer hinschaut, wird noch ein paar weitere "Promis" erkennen.

Dani Maurer [muri]

Muri ist als Methusalem seit 2002 bei OutNow. Er mag (fast) alles von Disney, Animation im Allgemeinen und Monsterfilme. Dazu liebt er Abenteuer aus fremden Welten, Sternenkriege und sogar intelligentes Kino. Nur bei Rom-Coms fängt er zu ächzen an. Wobei, im IMAX guckt er auch die!

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