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SCORE: A Film Music Documentary (2016)

SCORE: A Film Music Documentary (2016)

Oder: Von Schokolade und Gänsehaut

Na, dann zimmern wir mal was zusammen...

Na, dann zimmern wir mal was zusammen...

Das Gesamtbild gemahnt ein bisschen an die Gewaltigkeit einer Kirchenorgel. Screens, Computer, Klaviaturen, hunderte Kabelchen und Knöpfe türmen sich in der dunklen Kammer, und irgendwo dazwischen sitzt der moderne Organist, der Filmmusik-Komponist, und zieht die Register. Der Aufwand, so sind sie in Hollywood alle überzeugt, ist unerlässlich. Denn die Musik drückt den Bildern ihren Stempel auf: «Wenn 'Rocky' erklingt, weiss jeder im Publikum sofort, was Sache ist.»

TAA-TAA-TAA-ta-tadaa-ta-tadaa

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All die Morricones, Williams' und Zimmers standen lange im Schatten der Leones, Spielbergs und Nolans. Je länger, je mehr drang aber ihr Einfluss ins Bewusstsein des Publikums, und so erreichten sie teilweise sogar Popstar-Status. Die geheimen Verführer könnte man sie nennen, denn während wir auf die Bilder starren, wühlt in unseren Herzen ihr Score. «Musik kann das, was der Filmemacher sagen will, formen, verändern oder gar untergraben», wissen sie über ihr Metier zu berichten. Was hat es mit diesen Tondichtern auf sich?


Film-Rating

«Stummfilme waren nie stumm!» SCORE steigt mit einer knackigen Info ein und damit ist der Stein ins Rollen gebracht. Ohne grosse Umschweife werden im Allegro con brio die wichtigsten Stationen und Namen der Filmmusikgeschichte abgeklappert, und dabei wird jeweils kurz und kompakt deren Bedeutung für das Genre erläutert. Eine erfrischend kurzweilige und lehrreiche Tour d'Horizon, die aber durch das Zünden einiger Nebelpetarden hollywoodesker Selbstbeweihräucherung den Blick über die USA hinaus verunmöglicht.

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OutNow.CH:

Bewertung: 4.5

 

11.01.2018 / arx

Community:

Bewertung: 4.6 (6 Bewertungen)

 

 

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