Robinson Crusoe (2016)

Robinson Crusoe (2016)

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  3. 90 Minuten

Filmkritik: Bad, bad Kitty!

Guguuseli!
Guguuseli! © Impuls Pictures AG

Der junge Robinson Crusoe (Stimme von Matthias Schweighöfer) hat auf einem Schiff angeheuert, obwohl er dabei ständig über der Reling hängt und sich die Seele aus dem Leib kotzt. Als ein gewaltiger Sturm aufkreuzt, erleidet die Crew Schiffbruch und Robinson findet sich ganz alleine auf einer einsamen Insel wieder. Doch statt den erwarteten Kannibalen trifft der Mann auf eine Meute Tiere, die dort leben. Allen voran ein Papagei (Stimme von Kaya Yanar), der bald zum Freund des Überlebenden wird.

Didi, der alte Ziegenpeter
Didi, der alte Ziegenpeter © Impuls Pictures AG

Der Rest der Truppe hat da grössere Mühe. Ein halbblinder Ziegenbock (Stimme von Dieter "Didi" Hallervorden) oder die dicke Tapirdame Rosie (Stimme von Cindy aus Marzahn) helfen ebenfalls mit, damit sich Robinson langsam aber sicher ein neues Zuhause aufbauen kann. Doch da wären noch die Schiffskatzen, die ebenfalls noch am Leben sind und ihren Hunger nun endlich stillen wollen. Sie planen einen grossen Angriff auf das Baumhaus, in dem Robinson und seine Freunde das gute Leben geniessen.

Nein, Robinson Crusoe ist nicht besonders unterhaltsam, witzig oder gar spannend. Und wer aus dem Kindergarten-Alter raus ist, dürfte sich hier eher langweilen. Für die Kleinsten könnte dieses Abenteuer aber durchaus schaubar sein, auch wenn die ältere Begleitung wohl kurz nach dem Beginn eindöst...

Die Macher von Das magische Haus und Sammys Abenteuer bringen ihr neuestes Projekt in die Kinos. Robinson Crusoe heisst zwar wie der bekannte Roman von Daniel Defoe, handelt natürlich auch vom schiffbrüchigen Überlebenden, setzt aber die Story an einem anderen Punkt an, als wir uns das gewohnt sind. In Robinson Crusoe geht es um die Tierwelt, die auf einer einsamen Insel wohnt und in deren Leben dieser "Zweibeiner" tritt.

Die Animationen sind gewohnt sauber, wenn auch nicht in der Qualität der grossen US-Studios. Allerdings wird alles auch ein bisschen einfacher gehalten, als "drüben". Das beginnt bei der Ausarbeitung der Figuren, deren Hintergründe und geht über die Story bis hin zur Action und dem Witz. Es fehlt nämlich in Robinson Crusoe an praktisch allem, was den Film für über 5-Jährige interessant machen würde. So entpuppt sich das Ganze als zäh, uninteressant und vielfach sehr kindlich und langweilig dargestellt. Bösewichte gibt es zwar, die sind aber so harmlos, wie es eigentlich nicht sein dürfte. Der Witz fehlt total und wenn die ersten "Jöh-"Momente durch sind, heisst es durchhalten, bis endlich der Abspann kommt.

Die Sprecher der deutschen Version mögen mit Matthias Schweighöfer und Dieter Hallervorden zwar interessante und prominente Namen haben, allerdings sind diese in ihren kindgerechten Rollen so eingeschränkt, dass man schon fast Mitleid haben muss. Oder man zeigt den Film halt wirklich den Allerkleinsten, die vielleicht bei rumhampelnden Ziegen und japsenden Papageien lachen können.

Dani Maurer [muri]

Muri ist als Methusalem seit 2002 bei OutNow. Er mag (fast) alles von Disney, Animation im Allgemeinen und Monsterfilme. Dazu liebt er Abenteuer aus fremden Welten, Sternenkriege und sogar intelligentes Kino. Nur bei Rom-Coms fängt er zu ächzen an. Wobei, im IMAX guckt er auch die!

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Trailer Deutsch, 01:48