Robbi, Tobbi und das Fliewatüüt (2016)

Robbi, Tobbi und das Fliewatüüt (2016)

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  3. 106 Minuten

Filmkritik: Piep, Piep, Piep

KITT, wo bist du?
KITT, wo bist du? © Impuls Pictures AG

Der kleine Tobbi (Arsseni Bultmann) ist ein cleverer Junge, der lieber Sachen erfindet, als sich Freunde zu suchen. Deswegen ist er auch meist alleine unterwegs und wird von den grösseren Mitschülern geplagt. Als er eines Tages auf einem Feld sitzt, stürzt etwas vom Himmel und bringt einen kleinen ausserirdischen Roboter namens Robbi auf die Erde. Von seinen Eltern getrennt und ganz alleine, freundet sich der Besucher mit Tobbi an und beide beschliessen, sich gemeinsam auf die Suche nach den Eltern des Roboters zu machen. Dafür brauchen sie eigentlich nur ein Fahrzeug, was Tobbi bereits geplant hat. Das Ding nennen sie «Fliewatüüt», weil es fliegen, im Wasser schwimmen und natürlich auch - tüüt! - auf der Strasse fahren kann.

Vor der ersten Probefahrt
Vor der ersten Probefahrt © Impuls Pictures AG

Dass die Ankunft eines Ausserirdischen natürlich auch von anderer Seite beobachtet wurde, ist logisch. Darum werden zwei der besten Agenten der Welt, Sharon Schalldämpfer (Alexandra Maria Lara) und Brad Blutbad (Sam Riley), angeheuert, die Beute vor den Kids zu finden. Doch während Robbi und Tobbi dem Ziel immer näherkommen und auf dem Weg viele Freunde finden, kabbeln die beiden Agenten mehrheitlich rum und versuchen sich gegenseitig zu übertrumpfen. Wer wird als erster die Eltern von Robbi finden?

Robbi, Tobbi und das Fliewatüüt reiht sich ein in die unterhaltsamen und gut produzierten Kinderfilme, die wir regelmässig aus Deutschland vorgesetzt bekommen. Irgendwie wird man wohl auch hier einen Weg finden, eine Fortsetzung zu schreiben. Schade eigentlich, denn dieser eine Film genügt vollkommen und erzählt die Story wunderbar zu Ende. Die kleinen Zuschauer werden ihre Freude haben!

Robbi, Tobbi und das Fliewatüüt basiert auf dem Kinderbuch von Boy Lornsen aus dem Jahr 1967. Nach einem Puppenfilm und einer TV-Serie wurde die schöne Story nun in die Gegenwart geholt und mit unverbrauchten Kinderstars besetzt. Damit auch die Grossen was zu schauen haben, dürfen bekannte Namen wie Alexandra Maria Lara nicht fehlen, und bei den Spezialeffekten wurde ebenfalls etwas gezaubert.

Die Geschichte ist allerdings nicht nah am Original gehalten; stattdessen nimmt sich der Film unter der Regie von Wolfgang Groos einfach die bekannten Figuren und schreibt ihnen eine neue Story auf den Leib. Das Kennenlernen von Robbi und Tobbi, die Annäherung und die grosse Suche nach den Eltern am Nordpol glingen aber fliessend und deshalb darf man diesbezüglich sicher ein Auge zudrücken, wenn man dafür einen schönen Kinderfilm geboten bekommt.

Darstellerisch wird solide Arbeit geliefert, auch wenn sich die «Grossen» wie immer ein bisschen zum Affen machen. Sehr zum Spass des Zuschauers, übrigens. Die Effekte sind angenehm, die Stimmung des Films bleibt positiv und tut niemandem weh.

Dani Maurer [muri]

Muri ist als Methusalem seit 2002 bei OutNow. Er mag von Animation über alte Monsterfilme bis zu intergalaktischen Abenteuern alles, was ansteht. Bei öden Rom-Coms kriegt er vielfach Bauchweh, aber im IMAX überlebt er auch das.

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