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Rester vertical (2016)

Rester vertical (2016)

Oder: Schaf Chindli Schaf

Lächeln wird überbewertet.

Lächeln wird überbewertet.

Eigentlich sollte er ein Filmdrehbuch schreiben, doch stattdessen cruist Leo (Damien Bonnard) lieber mit seinem Renault im Süden Frankreichs rum und versucht, Wölfen nachzuspüren. Dabei stösst er auf die Schafhirtin Marie (India Hair) und stösst sie bald darauf auch im Bett. Neun Monate später ist das Baby da, und Marie hat genug von Leo, der immer nur dann auf dem Hof aufkreuzt, wenn es ihm gerade passt. So verlässt sie ihn und lässt nicht nur Leo mit dem Neugeborenen, sondern auch ihren Vater Jean-Louis (Raphaël Henry) mit seinen Schafen zurück.

Der Neo-Alleinerziehende grämt sich allerdings nicht lange, sondern ist schon bald von einem feschen Jüngling namens Yoan (Basile Meilleurat) in den Bann gezogen, den er für eine Rolle in seinem nächsten Film gewinnen möchte. Doch dieser will lieber nach Australien auswandern, so muss sich Leo mit dem greisen Althippie Marcel (Christian Bouillette) begnügen, bei dem Yoan zuvor gelebt hat. Marcel hört Pink Floyd, ist verbittert und macht dreckige Sprüche über das Leben. So irrt Leo orientierungs- und ziellos zwischen Schafen, älteren Herren und einem Baby umher, nur eines bleibt dabei auf der Strecke: sein Drehbuch.


Film-Rating

Ach, diese Franzosen. Gaspar Noé liess letztes Jahr in Love einen Penis auf die Kamera ejakulieren, dieses Jahr präsentiert Alain Guiraudie einen homoerotischen Roadtrip der anstrengenden Art. Das Drehbuch scheint nach dem Zufallsgenerator generiert worden zu sein, der Siffkopf von einem Protagonisten ist weder sympathisch noch lebensecht. Wem es bereits reicht, "mal was anderes" zu sehen, ja, der kann sich Rester vertical allenfalls antun. Und wenn's zu dämlich wird, kann man ja immer noch Schafe zählen.

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OutNow.CH:

Bewertung: 1.5

 

13.05.2016 / ebe

Community:

Bewertung: 1.2 (3 Bewertungen)

 

 

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