The Promise (2016/II)

The Promise (2016/II)

Oder: Film gegen das Vergessen

"So, jetzt sitzt der Kopf wieder gerade."

"So, jetzt sitzt der Kopf wieder gerade."

Konstantinopel 1914, kurz vor Ausbruch des Ersten Weltkrieges: Der armenische Medizinstudent Michael (Oscar Isaac) macht die Bekanntschaft mit der hübschen Künstlerin Ana (Charlotte Le Bon), die mit dem amerikanischen Fotojournalisten Chris Myers (Christian Bale) zusammen ist. Als es zwischen Michael und Ana funkt, könnte dies zu einem dramatischen Liebesdreieck führen. Doch als sie von der Realität des eskalierenden Krieges eingeholt werden, tritt alles in den Hintergrund. Fortan geht es für die drei und alle ihre Liebsten nur noch ums Überleben.


Film-Rating

In The Promise bettet Regisseur Terry George Herz-Schmerz in die Ereignisse um den Völkermord an den Armeniern ein. Damit ist er nicht der erste, der wahre Begebenheiten mit einer Liebesgeschichte koppelt - Doktor Schiwago und The English Patient lassen grüssen. Nur geht die Mischung hier mässig auf. War bei den anderen die geschichtliche Tragödie der Hintergrund für die Lovestory, drängt sich der Genozid hier (zu Recht) in den Vordergrund. So stellt sich dann oft die Frage, warum der Zuschauer Gefühle für ein fiktives Liebesdreieck verschwenden soll. Der episch gemachte und toll besetzte Film verliert da viel an Kraft. Als Film gegen das Vergessen ist The Promise trotzdem sehenswert.


OutNow.CH:

Bewertung: 3.5

 

07.09.2017 / crs

Community:

Bewertung: 3.5 (3 Bewertungen)

 

 

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