Planetarium (2016)

Planetarium (2016)

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Filmkritik: Two Stars are born

73. Mostra Internazionale d'Arte Cinematografica 2016
Wir fahrn, fahrn, fahrn auf der Autobahn
Wir fahrn, fahrn, fahrn auf der Autobahn © Studio / Produzent

Die Geschwister Barlow treten kurz vor Ausbruch des Zweiten Weltkrieges in einem kleinen Club in Paris auf, als sie vom Filmproduzenten André Korben (Emmanuel Salinger) entdeckt werden. Laura (Natalie Portman) und ihre junge Schwester Kate (Lily-Rose Depp) werben in ihrer Bühnenshow für private Séancen. Sie behaupten nämlich, Kontakt mit den verstorbenen Angehörigen aufnehmen zu können. Korben ist fasziniert von den beiden und nimmt eine private Séance bei sich zu Hause in Anspruch.

"Lahmes Publikum"
"Lahmes Publikum" © Studio / Produzent

Korben macht es sich zum Ziel, Kate und Laura auch in seinem Business bekannt zu machen. Laura wird so zum Filmstar, und mit Hilfe von Kate möchte er zum ersten Mal einen paranormalen Vorfall auf Film festhalten. Die Schwestern driften mit ihren unterschiedlichen Karrieren immer weiter auseinander, und Korben muss sich unter seinen Kollegen der Filmindustrie beweisen.

Ein Planetarium kommt in Planetarium nicht vor. Sterne sieht man aber und Stars auch, worauf der Titel wohl anspielt. Der Film selbst ist ein Riesendurcheinander und weiss nicht einmal selbst, was er genau will. Ob die Geschwister tatsächlich Geister sehen können, wird bis zum Schluss nicht beantwortet, und was das Ganze mit Filmpionieren und Judenverfolgung zu tun haben soll, ist nicht nachvollziehbar. Die Beziehung zwischen den Schwestern ist nichtexistent, und so kommen null Emotionen auf. Lily-Rose Depp macht grosse Augen, aber hat sonst nicht viel zu tun, während Portman Französischkenntnisse und mehr Kostümwechsel als damals als Padme Amidala zeigt. Lieber ins Verkehrshaus.

Marco Albini [ma]

2003 verfasste Marco seine erste Kritik auf OutNow und ist heute vor allem als Co-Moderator des OutCast tätig. Der leidenschaftliche «Star Wars»-Fan aus Basel gräbt gerne obskure Genrefilme aus, aber Komödien sind ihm ein Gräuel.

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