Pete's Dragon (2016)

Pete's Dragon (2016)

Elliot, der Drache
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  2. 103 Minuten

Filmkritik: Drachenzähmen auf Disney-Art

Bild mit Opa
Bild mit Opa

Sechs Jahre ist es her, seit der kleine Junge Pete (Oakes Fegley) im grossen Wald verloren ging. Eine lange Zeit in einem dunklen Gehölz, das kaum Möglichkeiten zum Überleben bietet, besonders für einen kleinen Buben wie Pete. Doch der war ja gar nicht allein! Ein Drache, von Pete liebevoll "Elliott" getauft, wurde zum Retter, Beschützer und besten Freund und muss jetzt mitansehen, wie sein Kumpel langsam die Rückkehr in die Menschenwelt wagt. Denn als Pete von der kleinen Nathalie (Oona Laurence) gefunden wird, soll der Junge aus dem Wald und zurück in die Zivilisation eingegliedert werden. Helfen will auch Grossvater Meacham (Robert Redford), der stets Geschichten von Drachen erzählt, ohne dass die Zuhörer wissen, wie wahr diese doch sind...

Auf der Flucht
Auf der Flucht

Während sich Pete mit Mühe an die Menschen gewöhnt und dabei mit Meachams Tochter Grace (Bryce Dallas Howard) eine Freundin findet, muss Elliott sich einer Horde Verfolger erwehren, die dem Drachen auf der Spur sind. Angeführt von Gavin (Karl Urban) soll dieses "Monster" eingefangen werden und den Jägern Ruhm und Reichtum bringen.

Das Gesamtpaket von Pete's Dragon vermag zwar durchaus zu gefallen, lässt aber trotz perfekt animiertem Drachen Spannung und vor allem den Witz und Charme vermissen, den man aufgrund des Vorgängerfilms hätte erwarten können. So entstand ein Werk, das man sich zwar problemlos anschauen kann, das aber in Sachen Unterhaltung und Liebenswürdigkeit die hohen Erwartungen leider nicht erfüllen kann.

1977 veröffentlichten die Disneystudios mit Pete's Dragon (bei uns als Elliot, das Schmunzelmonster bekannt) und schuf damit einen warmherzigen Familienfilm mit kultigem (und animiertem) Drachen, der stets für gute Laune und viel Gelächter sorgte. Nun, fast 40 Jahre später, hat man mit Pete's Dragon eine Neufassung produziert, die sich aber nicht als Remake versteht, sondern eher als Hommage an den Klassiker. Der Drachen bleibt weiterhin animiert, jedoch in einer solchen Perfektion, dass er optisch zwar atemberaubend daherkommt, aber in Sachen Charme und Liebenswürdigkeit weit hinter seinem Vorgänger zurück bleibt.

Die Geschichte von Pete's Dragon wandelt auf sehr voraussehbaren Pfaden, lässt Überraschungen vermissen und Regisseur David Lowery bleibt auf der sicheren Seite. Unterstützt wird er von namhaften Stars wie Robert Redford, Bryce Dallas Howard oder Karl Urban, die allesamt eine solide Vorstellung geben, aber natürlich das Feld schlussendlich dem "Kleinen" Oakes Fegley überlassen müssen. Und natürlich Elliott, dem Drachen.

/ tam