Moonlight (2016/I)

Der junge Mann und das Meer

Miami in den Achzigern: Der neunjährige Chiron (Alex R. Hibbert) hat es alles andere als leicht. In der Schule wird der schmächtige Junge ständig von seinen Mitschülern verprügelt und zuhause wartet seine alleinerziehende, cracksüchtige Mutter Paul (Naomie Harris) auf ihn. Nur sein bester Freund Kevin (Jaden Piner) scheint zu dem Jungen zu halten. Als sich Chiron eines Tages vor seinen Klassenkameraden versteckt, trifft er auf den Dealer Juan (Mahershala Ali), der ihn zu sich nach Hause nimmt und den Jungen langsam aufbaut. Dabei ist es ausgerechnet Juan, der Chirsons Mutter mit Drogen beliefert.


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5.5 Sterne 

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Film-Informationen

Drehort: USA 2016
Genre: Drama
Laufzeit: 111 Minuten

Kinostart: 09.03.2017
Verleih: DCM Film

Regie: Barry Jenkins
Drehbuch: Barry Jenkins, Tarell McCraney
Musik: Nicholas Britell

Darsteller: Alex R. Hibbert, Ashton Sanders, Trevante Rhodes, Naomie Harris, Mahershala Ali, Janelle Monáe, Andre Holland, Duan Sanderson, Shariff Earp, Jaden Piner, Herman 'Caheei McGloun, Rudi Goblen, Edson Jean, Patrick Decile, Herveline Moncion, Jharrel Jerome, Fransley Hyppolite, Jesus Mitchell, Larry Anderson, Tanisha Cidel

» The Internet Movie database (IMDb)


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4 Kommentare

Kann mich da auch nur anschliessen. Ein sehr einfühlsamer Film. Durchwegs sehr gute Darsteller/innen, schön in Szene gesetzt, spielt mit den Farben und Unschärfenbereichen. Kluges Kino! Meines Erachtens geht es da nicht primär um Homosexualität sondern darum, wie wir zu dem werden, der wir werden wollen trotz unserer Prägung durch das Umfeld, in dem wir aufwachsen und leben. Hier gibts keine Binsenwahrheiten und konstruierte Gefühlsduselei; mir schien das ein ehrlicher Film zu sein. Ein Highlight.

Sehr beeindruckend Mega Story in 3 teilen! Super Schauspieler in allen Rollen! Sensationell umgesetzt! Fand aber Manchester by the sea das beste drama des jahres! Aber auch sensationell Moonlight!

Kann ich so nur unterzeichnen. Moonlight gehört ja zu der Sorte Filmen, bei denen man den Plot liest und denkt, man wisse genau, was auf einen zukomme: Probleme eines schwarzen Homosexuellen im Drogenmilieu. Jaja, denkt man sich da. Engagiertes Independent-Kino, das einem die politisch korrekte Message mit gutgemeinter Penetranz ins Gesicht drückt, nett, aber ein bisschen vorhersehbar und menschelnd.

Doch die Stärke dieses Filmes liegt eben genau darin, dass er diese Erwartungen konsequent unterwandert. Er ist anders. Und das auf eine solch sensible und so berührende Art, dass man sich dabei der Tränen kaum erwehren kann. Ein Film, den man nicht deswegen gut findet, weil man ihn halt gut finden muss, sondern weil er tatsächlich gut ist. Dass er dabei ganz nebenbei bestens in den derzeitigen weltpolitischen Kontext passt, ist die traurige Ironie der Sache. Zweifellos eines der Highlights in diesem Jahr!

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