Ma vie de Courgette (2016)

Mein Leben als Zucchini

Ma vie de Courgette (2016) Mein Leben als Zucchini

Oder: Leben im Kinderheim

Hände hoch!

Hände hoch!

Der kleine Courgette ist 10 Jahre alt und wohnt alleine mit seiner Mutter, einer Alkoholikerin. Er hat es nicht einfach und verbringt die meiste Zeit auf seinem Zimmer beim Malen und Basteln. Doch eines Tages stirbt die Mutter plötzlich bei einem tragischen Unfall, an dem Courgette Mitschuld trägt - was jedoch niemand weiss. Vom Polizisten Raymond wird er daraufhin in ein kleines, ausserhalb der Stadt gelegenes Kinderheim gebracht.

Ins Herz getroffen

Ins Herz getroffen

Zuerst gefällt Courgette seine neue Umgebung gar nicht: Vor allem der freche Simon, Anführer der Truppe, hänselt ihn ständig - beim Essen, im Unterricht, sogar in der Nacht. Doch nach und nach erfährt Courgette mehr über den Hintergrund der anderen Kinder, darunter tragische Familienschicksale von deportierten, drogensüchtigen oder gewalttätigen Eltern. Alles ändert sich, als das Heim einen neuen Neuankömmling erhält, nämlich die aufgeweckte, selbstbewusste Camille. Sogleich macht sie Simon den Platz streitig, und Courgette verliebt sich natürlich Hals über Kopf in sie. Doch auch Camille hat eine dunkle Vergangenheit.


Film-Rating

Endlich wieder mal ein Schweizer Film in Cannes! Und noch dazu ein guter! Claude Barras präsentiert mit Ma vie de courgette einen Stop-Motion-Film, der sowohl witzig wie auch traurig, sowohl kurzweilig wie auch tief berührend ist. Im Zentrum steht eine Gruppe von Waisenkindern und ihre Suche nach Freundschaft, Zukunftsperspektiven und, letzten Endes, Liebe. Ein ernstes Thema, das von den Machern bei allem Animations-Charme keineswegs beschönigt wird - da vergisst der Zuschauer glatt, dass vor ihm auf der Leinwand nur Puppen zu sehen sind. Und dies zeichnet schliesslich jeden gelungenen Animationsfilm aus.

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OutNow.CH:

Bewertung: 5.0

 

29.05.2016 / jon

Community:

Bewertung: 4.7 (11 Bewertungen)

 

 

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