La La Land (2016)

La La Land (2016)

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  2. 128 Minuten

Filmkritik: A film to La La Love

73. Mostra Internazionale d'Arte Cinematografica 2016
Wer bestellt nun das Uber?
Wer bestellt nun das Uber?

Mia (Emma Stone) hat ihre Heimat Boulder City hinter sich gelassen, um in Los Angeles ihren Traum Schauspielerin zu werden zu verfolgen. Sie arbeitet zwar für ein Filmstudio, jedoch als Barista in der Cafeteria auf dem Warner Brothers Studiogelände. Doch mit den unzähligen Vorsprechen, die sie besucht, scheint es nie zu klappen. Auf dem Nachhauseweg einer Hollywoodparty stösst sie auf den Jazzpianisten Sebastian (Ryan Gosling), mit dem sie bereits im Stau eine flüchtige Begegnung hatte und der ihr auch an diesem Abend nicht zum letzten Mal über den Weg gelaufen sein wird.

"Hihi, ich hab gerade ein paar Orangen gestohlen!"
"Hihi, ich hab gerade ein paar Orangen gestohlen!"

Sebastian hat einen Gig als Pianist in einem Restaurant. Eigentlich wünscht er sich nichts sehnlicher, als seinen eigenen Club zu eröffnen, doch dazu fehlt im das feste Einkommen. Sein Boss (J.K. Simmons) warnt ihn zwar noch davor, von der Setlist (traditionelle Weihnachtslieder als Hintergrundgeplänkel) abzuweichen, doch der Jazzenthusiast kann es nicht lassen, so richtig in die Tasten zu hauen. Nur wenige Sekunden nach seiner spontanen Improvisation ist er seinen Job los. Nachdem er seine Noten zusammengepackt hat, begegnet er Mia und ihre gemeinsame Geschichte kann beginnen. Zwei desillusionierte Menschen, die kurz davor sind ihre Träume aufzugeben und die Perspektive zu verlieren, finden einander.

Mit seinem Zweitling inszenierte Whiplash-Wunderkind Damien Chazelle sowohl eine gelungene Hommage an die grossen Hollywoodmusicals der Vergangenheit als auch eine moderne und bewegende Liebesgeschichte und kombiniert beides gekonnt. Dass im zweiten Teil mehr auf Dramatik gesetzt wird und die musikalischen Einlagen etwas vermisst werden, macht ein wunderbares Ende wieder wett. La La Land ist gespickt mit magischen Momenten, die verzaubern und uns daran erinnert, dass pures Kino Magie ist und noch lange nichts von seiner Anziehungskraft verloren hat.

In der Entertainmentindustrie gibt es den Begriff "Triple Threat", der eine Künstlerin oder einen Künstler beschreibt, der die drei Formen des Handwerks beherrscht: Schauspiel, Gesang und Tanz. Emma Stone ist eine Triple Threat und ihre nächste Oscarnomination wäre eigentlich logisch. Als Mia verzaubert sie und erleuchtet die Leinwand, wie es nur eine ganz kleine Gruppe Filmstars tun. Ihren Co-Star Ryan Gosling setzt sie damit ganz schön unter Druck. Ein Druck, dem der charismatische Schauspieler nicht standhalten kann. Nicht nur verliebt sich das Publikum vor ihm in Mia, auch ist sein "Jazz-Hipster" zu Beginn eine etwas unpassende Roll für den Beau. Hinzukommt sein relativ dünnes Stimmchen, welches Chazelle zurecht limitiert einsetzt. Die Chemie zwischen den Hauptdarstellern stimmt jedoch und in der zweiten Hälfte darf auch Gosling mit seiner Schauspielkunst überzeugen.

Technisch zeigt Regisseur Damien Chazelle bereits in der komplex choreographierten One-Shot-Eröffnungssequenz eine bewundernswerte Selbstsicherheit, die sich über den ganzen Film zieht. Die für das Musicalgenre beinahe obligate Stepptanzeinlage bringt durch ihre altmodische Art paradoxerweise frischen Wind ins Kino und rührt durch ihre einfache Schönheit. Einzig bei der Planetariumsszene lehnt sich Chazelle etwas zu weit hinaus und scheppert knapp am Ziel vorbei. Ein weiteres Manko ist die Tatsache, dass die wenigen Songs nicht gerade eingängig sind. Da sie jedoch visuell so toll umgesetzt sind, fällt dies bei diesem Film nicht so sehr ins Gewicht.

La La Land erzählt eine zu Beginn konventionelle Liebesgeschichte, entwickelt aber mit jeder Minute ernstere Themen und wird zu einer Mediation über das Verfolgen und Aufgeben der eigenen Träume und dem Suchen der eigenen Identität. Eine visuell umwerfend inszenierte Geschichte, die bis zum Schluss die Sinne betört und berührt.

/ ma

Kommentare Total: 9

obertitel

Ich staune aber über die immer noch mehrheitlich positiven Bewertungen, ich habe noch niemanden persönlich getroffen, welcher den Film gut fand. Ich hatte nicht einmal grosse Erwartungen, doch selbst diese wurden noch unterboten. Am Genre kann es nicht liegen, denn andere Musical-Filme wie Chicago oder Moulin Rouge haben mich gut unterhalten. Auch Musik- und Tanzstile im Film mag ich eigentlich, ohne ein paar Highlights dort gäbe es noch weniger Sterne, wobei der Gesang oft mittelmässig ist.
Eine der ersten Szenen, auf der Autobahn, fand ich die beste; die Geschichte die folgt, ist jedoch sehr oberflächlich gehalten und erinnert an Plattitüden à la "Lebe deinen Traum" oder "man kann nicht alles haben".

philm

LAngweilig LAngatmig (Bruch)LANDung
Und ich dachte zuvor dass ich wenigstens nicht "Fifty Shades Darker" mit meiner Kollegin schauen gehen muss.
Grundidee und Schluss gut, aber viel zu schwachbrüstig umgesetzt. Eine Eigenlob-Hudelei auf Hollywood. Wenn er noch "Bester Film" gekriegt hätte, wären die Academymitglieder für mich wirklich nur noch ein Haufen Selbstverliebter, - süchtiger gewesen. Aber Emma Stone spielt gut.

Gerigks5

Ehrlich gesagt verstehe ich den grossen Hype den man für den Film macht überhaupt nicht! Ich fand ihn als Musical auch eher schwach. Die Liebesstory endet seltsam und ist zudem noch etwas verwirrend für den Zuschauer durch die vielen Sprünge. Er ist nett, etwas romantisch aber ich würde ihn kein zweites Mal ansehen.

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