Inferno (2016)

Inferno (2016)

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  3. 121 Minuten

Filmkritik: Folgen Sie Hinweis A...

Dem Dante auf der Spur!
Dem Dante auf der Spur!

Symbologe Robert Langdon (Tom Hanks) erwacht in einem Krankenhaus und ist seiner Sinne nicht mehr Herr. Eben war er noch in Cambridge an seiner Universität, nun sagt ihm die junge Ärztin Sienna Brooks (Felicity Jones), dass er sich in Florenz befinde. Warum und weshalb, das weiss Langdon nicht, aber seine Visionen zeigen auf, dass blutrotes Wasser, Figuren mit Pest-Masken und eine einzelne verhüllte Frau eine wichtige Rolle spielen werden. Zur grossen Erholung kommt es aber nicht, da bald darauf eine Polizistin ein Attentat auf Langdon plant, vor dem er mit Dr. Brooks flüchten muss.

Hier muss der Twist irgendwo sein!
Hier muss der Twist irgendwo sein!

Langsam, aber sicher kehren die Erinnerungen wieder zurück, und Langdon befindet sich mitten in einem Wettlauf gegen die Zeit. Den verschiedenen Hinweisen folgend, versucht er, das grosse Puzzle zusammenzusetzen und merkt, dass der Hintergrund dieser Schnitzeljagd ernst ist und katastrophal enden könnte. Ein Wahnsinniger hat nämlich ein Virus erschaffen, mit dem er der Überpopulation der Erde Einhalt gebieten will. Basierend auf Dantes "Inferno" muss Langdon nun alles daran setzen, diese Bedrohung abzuwenden.

Inferno punktet vor allem in den ersten zwei Dritteln, lässt dann aber den Film zu hektisch werden und bietet ein Ende, das nicht allen gefallen dürfte. Inhaltlich aber spannend umgesetzt und von tollen Darstellern getragen, reiht sich Inferno problemlos in die "Langdon-Trilogie" ein, die für aufregende Kinostunden sorgt.

Nach dem Da Vinci Code und den Illuminati kommt jetzt der nächste Thriller aus der Feder von Autor Dan Brown zu uns. Zum dritten Mal nimmt Regisseur Ron Howard hinter der Kamera platz und lässt Superstar Tom Hanks durch eine spannende und intensive Schnitzeljagd irren, die ihn von Florenz nach Venedig führt und angereichert ist mit Geschichtslektionen und Blicken hinter die Kulissen bekannter Museen. Inferno ist der kürzeste Film der bisherigen Trilogie, was man ihm besonders in der Schlussphase extrem anmerkt.

Tom Hanks hat sich inzwischen mit der Figur des Symbologen Langdon angefreundet und gibt den Charakter gewohnt solide und routiniert. Die junge Frau an seiner Seite, Felicity Jones, steht ihm in nichts nach und das Duo steigert sich von Minute zu Minute. Ebenfalls bekannt besetzt sind die Nebenrollen, so haben auch Ben Foster (Lone Survivor), Omar Sy (Intouchables) oder der indische Superstar Irrfan Khan (Slumdog Millionaire) ihre Rollen fest im Griff und sorgen für Spannung.

Wer das Buch "Inferno" von Dan Brown gelesen hat, wird wissen, was in der filmischen Umsetzung von Inferno zu erwarten ist. Und hier muss sich Regisseur Howard Kritik gefallen lassen. Man merkt dem Film an, dass er anfänglich detailliert und spannend vorwärts geht, dann aber bei der Schlüsselszene in Venedig das Tempo merklich anzieht und somit viel Informationen in wenig Spielzeit packen muss. Das hinterlässt einen hektischen Schluss, der nicht nur von der Buchvorlage abweicht, sondern auch das Etikett "Hollywood-Ending" für sich beansprucht. Das hätte man besser lösen sollen, wenn man schon eine entsprechend interessante Vorlage hat...

Bis zu diesem Moment aber macht Inferno fast alles richtig. Ein verwirrender Beginn, verstörende (optisch sehr interessante) Visionen und eine Hauptfigur, mit der man sympathisiert, wenn sie versucht, Klarheit ins Chaos zu bringen. Die Schnitzeljagd ist einmal mehr interessant, der Witz kommt auf leisen Sohlen, und mit der geheimen Organisation auf See hat man einen Gegner, der eigentlich optimal positioniert ist.

/ muri

Kommentare Total: 6

Benster

Die Filmkritik bringt es eigentlich gut auf den Punkt: Zu Beginn spannend und gut gemacht, zum Ende hin konfus. Die Buchvorlage lebt von einem ausgewogenen Verhältnis zwischen den geschichtlichen Hintergründen, der Symbolik der Kunstwerke und der Action. Im Film geht es leider ausschliesslich um Action.
Mit dem auf Massentauglichkeit umgeschriebenen Drehbuch, insbesondere des Endes, ergibt der ganze Film keinen Sinn mehr (Achtung Spoiler): Der Bösewicht will die Zerstörung der Erde aufhalten, die mit der Überbevölkerung einhergeht. Dies will er mittels langfristiger, "erzwungener Geburtenkontrolle" erreichen. Im Film aber will er plötzlich die Hälfte der Menschheit auf einen Schlag töten, wodurch der Öko-Kollaps um höchstens 40 Jahre hinausgezögert würde. Dass das keine Lösung in seinem Sinn sein kann, wird im Film selber oft genug anhand von Statistiken zum Bevölkerungswachstum klargemacht. Dieses dümmliche Hollywood-Ende zerstört den ganzen Film.

andycolette

Schon unglaublich was man hier lesen muss Inferno is toll spannend super Darsteller und Mega Soundtrack!!!!! Snowden hat mich zwar noch mehr überwältigt aber sehr gut dieser Inferno!!!!! Tom hanks spielt super und lustig!!!!!

thatssno

Langweilige Schnitzeljagd mit einem haarsträubend schlechten Plot und dem nervtötendsten Soundtrack aller Zeiten

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