League of Gods - Feng Shen Bang (2016)

League of Gods - Feng Shen Bang (2016)

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  2. 109 Minuten

Filmkritik: Die spinnen, die Chinesen

Wer sind schon die Avengers?
Wer sind schon die Avengers? © Studio / Produzent

König Zhou (Tony Ka Fai Leung) ist an der Macht und will diese durch seine monströse Konkubine, die Schlangen mit grossen Augen aus ihrem Körper lassen kann, noch verstärken. Dazu hat er sich jede Menge Gefangener gemacht, die eine kleine Gruppe Krieger nun retten will. Unter der Führung von Ji Lei (Jacky Heung), einem Mitglied des geflügelten Ordens, wird die Gruppe von unsichtbaren Kindern gerettet, während im Thronsaal etwas Gewaltiges seinen Lauf nimmt. Dem Obersten des unsichtbaren Volkes werden dessen magische Augen entfernt, mit denen man in die Zukunft schauen und sein Schicksal sehen kann.

Blick von oben
Blick von oben © Studio / Produzent

Der altehrwürdige Zauberer Jiang (Jet Li) kann sich in einem magischen Kampf eines der Augen sichern, muss dafür aber mit einem Fluch bezahlen, der ihn bei Gebrauch von Magie jünger werden lässt. Durch das Auge jedoch wird er auf ein Schwert des Lichtes aufmerksam, dessen Besitzer (der «Auserwählte») das Land wieder einen kann. Ji Lei macht sich sofort auf die Suche, jedoch nicht ohne dass ihm drei Geschenke mitgegeben werden. Denn auf dieser magischen und gefährlichen Reise ist unser Held auf jede Hilfe angewiesen. Auch wenn sich die «Dinge» in den Säckchen als Nervensägen herausstellen sollen.

League of Gods gehört zu den Filmen, die Fans von überbordenden Spezialeffekten und abgefahrenen Storylines begeistern. Wer auf Realismus steht, muss hier zwingend einen weiten Bogen drum herum machen. Ebenso die Fans von Jet Li, denn der Schauspieler kommt nur in einer Handvoll Szenen vor. Für alle anderen gilt: Zurücklehnen und eine abgefahrene Märchenstunde geniessen.

Fantasyfilme aus China sind immer etwas spezieller. Es wird nicht an magischen Geschichten gespart, der Fantasie sind fast keine Grenzen gesetzt, und die Mischung zwischen abstrusen Kreaturen und überbordenden Spezialeffekten macht diese Art von Film zu bunten Märchenstunden. Auch in League of Gods (Feng Shen Bang im Original) werden genau die richtigen Zutaten für einen einerseits farbenfrohen Fantasyfilm genutzt, kommen aber auch mit erfreulich viel Humor und Quatsch daher.

Asiatische Superstars wie Jet Li - mit wenigen Auftritten, aber mit viel Lust am Werk - oder Bingbing Fan (Skiptrace, X-Men: Days of future Past) geben sich hier die Ehre und verleihen dem Spektakel die Grösse, die es verdient. Auch die anderen Darsteller hampeln sich durch die Spezialeffekte, lassen sich Flügel wachsen, reiten gigantische Panther, fliegen durch die Luft oder hebeln mal eben im Alleingang halbe Armeen aus. Nein, Glaubwürdigkeit, Realismus oder gar überbordende Spannung darf man hier nicht erwarten. Dafür werden andere Dinge geboten.

Zugegeben, das nervende Baby ist des Guten zu viel. Und auch diverse andere Spezialeffekte - Jet Li gehört leider auch dazu - sind schlichtweg übel geraten. Trotzdem macht League of Gods überwiegend Spass, wenn man sich auf die tolle Bildsprache, die schönen Kostüme und die fantasievolle Story einlässt. Über die missglückten Effekte, die fehlende Spannung oder die etwas gar abgefahrenen Figuren schaut man fasziniert hinweg.

Dani Maurer [muri]

Muri ist als Methusalem seit 2002 bei OutNow. Er mag (fast) alles von Disney, Animation im Allgemeinen und Monsterfilme. Dazu liebt er Abenteuer aus fremden Welten, Sternenkriege und sogar intelligentes Kino. Nur bei Rom-Coms fängt er zu ächzen an. Wobei, im IMAX guckt er auch die!

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