Fantastic Beasts and Where to Find Them (2016)

Fantastic Beasts and Where to Find Them (2016)

Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind
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  3. 140 Minuten

Filmkritik: Willkommen zurück im Zauberland!

Wie gehts weiter, Mister Scamander?
Wie gehts weiter, Mister Scamander?

Wir sind in New York im Jahr 1926. Die magische Zauberwelt lebt verborgen und die No-Majs - in England "Muggles" genannt - haben keine Ahnung, was da für eine Gesellschaft neben ihrer eigenen existiert. Ein junger Zauberer namens Newt Scamander (Eddie Redmayne) reist ein mit einem alten Koffer als Gepäck und wird sofort in ein grosses Abenteuer gezogen. Dies fängt an mit dem Tausch seines Koffers mit demjenigen von Jacob (Dan Fogler), es folgt die Suche nach entflohenen magischen Kreaturen. So macht Scamander schon bald Bekanntschaft mit dem Zauberministerium der Stadt und vor allem mit deren Angestellten Tina Goldstein (Katherine Waterston), die Scamander und Jacob schnappt und einbuchtet.

The Flash!
The Flash!

Doch die grosse Gefahr, der sich Zauber- und Menschenwelt gegenübersehen, sind nicht etwa (nur) die magischen Wesen, die aus dem Koffer entflohen sind und für Unruhe sorgen. Eine dunkle Kraft hat sich entwickelt und zeigt sich immer wieder mit verheerenden Folgen. Der Sicherheitschef des Zauberamtes, Percival Graves (Colin Farrell), ist dem Geheimnis zwar auf der Spur, scheint aber keine guten Absichten zu haben. Auf der anderen Seite hat sich die Gruppe um Scamander ebenfalls aufgemacht, diese Bedrohung zu bekämpfen und muss merken, dass der Ursprung dieser Kraft überraschend ist und die Gegenseite alles dafür tut, um sie unter Kontrolle zu kriegen.

Fantastic Beasts and where to find them ist ein im wahrsten Sinn des Wortes fantastischer Film, der von sympathischen Figuren getragen wird und in dem sich Geschichte und Effekte wunderbar vereinen. Auch wenn Eddie Redmayne sicherlich nicht jedermanns Geschmack ist, so gewöhnt man sich sofort an ihn und kann sich nach den 133 Minuten Filmzeit keinen anderen Schauspieler in dieser Rolle mehr vorstellen.

Wer ernsthaft gedacht hat, dass nach dem Ende der Harry-Potter-Filmreihe die Geschichten aus dem Zauberland fertig erzählt worden seien, lag von Anfang auf dem Holzweg. Autorin J. K. Rowling hat ein Spin-off vorgelegt, aus dem natürlich wiederum eine ganze Serie an Filmen produziert werden - man spricht von insgesamt fünf Teilen. Fantastic Beasts and where to find them entpuppt sich dabei als zauberhafter, spannender, schöner und vor allem optimaler Start in diese neue Reihe.

Schon nach wenigen Sekunden, eigentlich gleich nach dem Vorspann mit der bekannten Potter-Melodie, ist man im Film angekommen. Eddie Redmayne (Oscar 2015 für The Theory of Everything) macht zwar stets den Eindruck, als breche er in den nächsten Sekunden in Tränen aus, bringt aber die etwas kurrlige Art des Sammlers und Jägers hervorragend in den Kinosaal. Seine verschrobene Art scheint optimal auf den Charakter zu passen, auch wenn er seine Dialoge vielfach vor sich her murmelt. Ergänzt wird er sehr schön durch Katherine Waterston, die mit ihrem Charakter eine tolle Entwicklung durchmacht und am Ende weit entfernt ist vom anfänglichen unsicheren Fräulein.

Fürs Zwerchfell hat man mit Dan Fogler (Balls of Fury) eine gute Wahl getroffen, und Colin Farrell hat für einmal ein glücklicheres Händchen in der Rollenwahl gezeigt, auch wenn man von seiner Figur gern noch etwas mehr gesehen hätte. The Flash Ezra Miller wird hingegen etwas verbraten, und auch Altstar Jon Voight hätte mehr zu tun verdient.

Was selbstverständlich auffällt, sind die Spezialeffekte und die fantastischen Gestalten, die uns Scamander aus dem Koffer holt. Hervorragend animiert, in den stillen Szenen wunderschön anzuschauen und dann auch wieder brandgefährlich, entpuppen sich Äffchen, diebisches Schnabeltier-Dings, Nashorn, Adler oder Schlangenwesen als optische Höhepunkte des Films. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt, und wer einmal einen Blick in den Koffer geworfen hat, wird das jederzeit wieder tun wollen.

Gegen Ende setzt man mit einem leider viel zu früh bekannten und ausgeplauderten Cameo ausserdem den Startschuss für eine Konfrontation, die spannend werden dürfte. Da auch immer wieder Querverweise auf Hogwarts und deren bekannte Namen (Lestrange, Dumbledore) gemacht werden, dürfen wir uns in den Sequels wohl auf junge Versionen der beliebten - und gefürchteten - Charaktere freuen.

/ muri

Kommentare Total: 5

zeroone

Der Film hat meiner Meinung nach weder mehr Action noch mehr Story gebraucht - er ist ungewöhnlich aufgebaut mit seinem langen Worldbuilding-Teil, aber auch dort findet Charakterentwicklung statt. Ich stimme aber zu, dass es zu viele "Hetero-Romanzen" gab. Die Annäherung zweier Nebencharaktere - einer Hexe und einem "No-Maj" war dennoch gelungen.

El Chupanebrey

Sehr spassig. Aber ich habe obligatorische Hetero-Romanzen sowas von satt. Der "Liebesdialog" am Schluss - zum Fremdschämen schlecht.

Markk

Just watched it yesterday....
Gotta say "Great to be back in the magical world"

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