Don't Hang Up (2016)

Don't Hang Up (2016)

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Filmkritik: Who the hell is Mister Lee?

Was nun?
Was nun? © Studio / Produzent

Sam (Gregg Sulkin) und Kumpel Brady (Garrett Clayton) haben sich durch Telefonstreiche eine angenehme Internetbekanntheit geschaffen. Als "Prank-Masters" lassen sie unschuldige Nachbarn ins Leere laufen und schockieren ihre Opfer. Die Klickzahlen sind steigend und natürlich bleibt es nicht bei harmlosen Streichen, sondern die Vorgehensweise wird stets aufwändiger und brutaler. Bis eines Nachts bei Sam daheim das Telefon klingelt und ein Anrufer eine bedrohliche Aussage macht. Er wolle die Jungs nun selber schwitzen sehen und hören und habe deshalb verschiedene Aufgaben vorbereitet, die es zu erfüllen gäbe.

Gib mir mein Handy zurück!
Gib mir mein Handy zurück! © Studio / Produzent

Natürlich nehmen weder Brady noch Sam den Kerl ernst, bis das Bild von gefesselten Eltern im TV aufleuchtet und die Drohungen immer ernster werden. Doch wer ist der Mann, der sich "Mister Lee" nennt und sich scheinbar überall im Haus zurechtfindet? Unsere Pranksters kommen mächtig in Not, denn nicht lange, nachdem der erste Anruf stattgefunden hat, wird die erste Person getötet. Gibt es einen Ausweg für die Jungs? Oder hat "Mister Lee" vollkommen das Kommando übernommen?

Wer sich ab Teenieslashern mit rasanten Verfolgungen in einem einzelnen Haus amüsiert/gegruselt hat, kommt bei Don't Hang Up absolut auf seine Kosten. Man spart nicht an Schockmomenten, das Blut spritzt genug und einzig das grosse Finale hängt ein bisschen in den Seilen, da man es sich nicht nehmen lassen wollte, die Türe für einen weiteren solchen Film offenzuhalten. Eigentlich schade, denn Don't Hang Up funktioniert als alleinstehender Film optimal.

Telefonstreiche waren mal witzig. Inzwischen geht die Streichqualität rasant den Bach hinunter und wir kriegen es auf offenen Strassen mit sogenannten "Prankstes" zu tun, die sich nicht zu schade sind, auch gefährliche und bedrohliche Wege zu gehen, um ihr Ziel zu erreichen. Dann kurz irgendwo hochgeladen und man geilt sich ab den steigenden Klickzahlen auf. In Don't Hang Up wird diese Thematik als Ausgangssituation für einen Thriller genommen, der bereits in den ersten Minuten anzeigt, welche Richtung eingeschlagen wird. Nämlich eine extrem spannende, die nicht in wenigen Momenten an Filme wie Scream oder auch Saw erinnert.

Die Hauptfiguren werden von unverbrauchten Gesichtern dargestellt, denen man sich am Anfang des Films skeptisch gegenüber sieht. Die Streiche sind gemein und gehen auf Kosten verängstigter Mitmenschen, was der Sympathie der Figuren nicht hilft. Als sich das Spiel aber relativ früh kehrt und die Jungs es mit einem Gegner zu tun bekommen, der ihnen überlegen ist, kehrt sich auch der Sympathiewert. Zumal "Mister Lee" scheinbar auf alle potenziellen Auswege seiner Opfer eine Gegenmassnahme aus dem Ärmel zaubern kann. Hier muss man halt mehr als einmal beide Augen zudrücken und das Hinterfragen sein lassen.

Was ganz klar für Don't Hang Up spricht, ist die omnipräsente Spannung, die sich praktisch durch den ganzen Film zieht. Selbst in den wenigen ruhigeren Momenten bleibt ein Unwohlsein im Raum, das der Geschichte sichtbar gut tut. Zumal der Gegenspieler in der weissen Maske ein wirklich gefährlicher und bedrohlicher Typ ist.

Dani Maurer [muri]

Muri ist als Methusalem seit 2002 bei OutNow. Er mag (fast) alles von Disney, Animation im Allgemeinen und Monsterfilme. Dazu liebt er Abenteuer aus fremden Welten, Sternenkriege und sogar intelligentes Kino. Nur bei Rom-Coms fängt er zu ächzen an. Wobei, im IMAX guckt er auch die!

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