Don't Breathe (2016)

Don't Breathe (2016)

  1. ,

Filmkritik: Wer einen Mucks macht, hat verloren!

Jetzt gehts dir ans Gurgeli!
Jetzt gehts dir ans Gurgeli! © Studio / Produzent

Rocky (Jane Levy), Alex (Dylan Minnette) und Money (Daniel Zovatto) sind ein Gaunertrio aus Michigan, das immer wieder in Häuser einsteigt und dort Sachen mitlaufen lässt, wobei man einen gewissen Wert nicht überschreiten darf. Auch Bargeld wird in Ruhe gelassen, da sonst bei einer Festnahme eine heftige Gefängnisstrafe droht. Nun scheinen sie das perfekte Opfer gefunden zu haben - in einem kleinen, alten Häuschen lebt nämlich ein blinder Mann (Stephen Lang), der scheinbar Wertvolles hortet.

Ist da wer?
Ist da wer? © Studio / Produzent

Der Einstieg ins Haus gelingt, der Wachhund wird "schlafen" geschickt und eigentlich läuft das Ganze wie geschmiert... Wenn nur nicht plötzlich der Blinde mitten im Zimmer stehen würde und den ersten der Gang erschiesst. Danach entwickelt sich ein Katz- und Mausspiel im engen Haus, wobei der Bewohner die Türen verschliesst, damit keiner fliehen kann. Als dann aber die (bislang) überlebenden Einbrecher einem schockierenden Geheimnis auf die Spur kommen, dreht sich das Spiel grad noch einmal. Wer ist denn hier nun der Bösewicht?

Don't Breathe mag ein kleiner Film sein, der nicht viele Gesichter bietet und sich auch mal im Dunkeln abspielt, überzeugt aber vollumfänglich durch seine Darsteller - allen voran Stephan Lang - und einer Grundspannung, die nie abnimmt und auch gegen Ende wunderbar hoch bleibt. Ein Geheimtipp und Must-See für jeden Thriller-Fan!

Stephen Lang kennen wir aus Avatar und könnten ihn Gerüchten zufolge im Sequel von Deadpool auch wieder auf der grossen Leinwand erleben. Im kleinen, aber ganz feinen Thriller Don't Breathe mimt er einen Kriegsveteranen, der blind und abgekämpft ist und sich trotzdem einer Bande Einbrecher erwehren muss, die es auf ihn abgesehen haben. Dabei lässt Regisseur Fede Alvarez (Evil Dead immer wieder grausame Spannung aufkommen, so dass man als Zuschauer selber kaum wagt zu atmen, geschweige denn irgendwelche Geräusche zu machen. Die Stille ist optimal für einen solchen Thriller und zeigt, dass weniger manchmal viel mehr ist.

Erfreulicherweise hält sich Don't Breathe nicht lange mit Vorgeplänkel auf, sondern man ist nach etwa zwanzig Minuten bereits mittendrin in der Story. Da der Film mit einer Gesamtlaufzeit von nicht mal eineinhalb Stunden eh schon angenehm knackig ist, wird keine Zeit vertrödelt, sondern man beschränkt sich auf das Wesentliche. Und das kommt extrem spannend und brutal daher. Wer denkt, dass der Blinde ein einfaches Opfer ist, der täuscht sich gewaltig.

Leider versucht man, mit einem zusätzlichen Twist nochmals etwas Fleisch an den Knochen zu bringen, wobei Don't Breathe dies gar nicht nötig gehabt hätte. Zwar wechseln die Sympathien (wenn denn überhaupt solche vorhanden sind) zwischen den Figuren hin und her, aber die Story hätte auch wunderbar ohne diese Aktionen funktioniert.

Dani Maurer [muri]

Muri ist als Methusalem seit 2002 bei OutNow. Er mag (fast) alles von Disney, Animation im Allgemeinen und Monsterfilme. Dazu liebt er Abenteuer aus fremden Welten, Sternenkriege und sogar intelligentes Kino. Nur bei Rom-Coms fängt er zu ächzen an. Wobei, im IMAX guckt er auch die!

  1. Artikel
  2. Profil
  3. E-Mail
  4. facebook
  5. Instagram
  6. Website