Dark Night (2016/I)

Dark Night (2016/I)

  1. 85 Minuten

Filmkritik: The K is silent

73. Mostra Internazionale d'Arte Cinematografica 2016
Film ab.
Film ab. © Studio / Produzent

Ein ganz normaler Sommertag irgendwo in Florida. Sechs Menschen (Robert Jumper, Eddie Cacciola, Aron Purvis, Anna Rose Hopkin, Karina Macias, Rosie Rodriguez) gehen ihrem regulären Tagesverlauf nach. Ein Kriegsveteran trifft sich mit anderen aus dem Krieg Zurückgekehrten. Ein Muttersöhnchen führt ein Interview in Anwesenheit seiner Mutter. Selfies werden geschossen. Ein paar Skater-Punks lungern. Am Abend gehen sie alle ins Kino.

Die experimentelle Auseinandersetzung mit dem Kinomassaker von Aurora bietet keine Fakten, weist keine Schuld zu, noch ist es eine reisserische Nacherzählung. Alle dargestellten Figuren kämen in der Kombination mit den laschen Waffengesetzen als Täter in Frage. Und da die Untersuchungshaft des Täters von Aurora schon im Film vorkommt, wird eine universelle Botschaft, die sich nicht auf den Einzelfall bezieht, hinaufbeschwört. Aber ob das Abfilmen einer Street-View-Passage wirklich als Anklage gegen die Waffenvernarrtheit der USA hilft, ist zu bezweifeln.

Roland Meier [rm]

Roland sammelt 3D-Blu-rays, weil da die Publikationen überschaubar stagnieren, und kämpft im Gegenzug des Öfteren mit der Grenze der Speicherkapazität für Aufnahmen bei Swisscom blue TV. 1200 Stunden Film und Fernsehen ständig griffbereit sind ihm einfach nicht genug.

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