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Dancing Beethoven (2016)

Dancing Beethoven (2016)

Oder: Seid verschlungen, Millionen!

Spieglein, Spieglein an der Wand...

Spieglein, Spieglein an der Wand...

An einem Wintertag steigen wir ein. Malya Roman ist auf Spurensuche in der Ballettwelt und führt uns in eine Turnhalle, wo sich mehrere Dutzend Menschen versammelt haben. Sie sind athletisch, leichtfüssig und legen sich ins Zeug. Da verrenkt einer seinen Körper, dort springt jemand durch die Luft, und im Hintergrund verharrt eine Menschenkette in nicht allzu bequem anmutender Pose. Was das Laienauge als gehobene Gymnastik wahrnimmt, veredelt die Fachsprache mit Ausdrücken wie Plié, Jeté oder Arabesque.

«I'm the queen of the world!»

«I'm the queen of the world!»

Das Béjart Ballet Lausanne schwitzt, denn die Aufgabe, die ihm sein Chef Gil Roman auferlegt hat, ist ohne Vorbild. Im Sinne seines umstrittenen Vorgängers und Ballett-Gründers Maurice Béjart lässt er sich von Mystik, Zen-Buddhismus und Weltordnung inspirieren. Unser Blick fällt auf die Rosette der Kathedrale Lausanne, die sich als Abbild der Proportionen der Welt präsentiert. In Verbindung mit der Musik von Ludwig van Beethovens Neunter Sinfonie soll seine Choreografie nun dasselbe leisten.


Film-Rating

Dancing Beethoven weiss weder den Ballett-Freak noch den Laien zu überzeugen. Malya Roman, die durch den Film führt, nimmt ihre Rolle etwas gar wichtig und ist seltsam uneingebettet. Je länger die Dokumentation dauert, desto unklarer wird, worauf sie hinauswill. Das Ergebnis ist ein oberflächliches Brainstorming, das allenfalls als Making-of zu der Aufnahme einer Ballett-Vorstellung geeignet wäre.

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OutNow.CH:

Bewertung: 2.5

 

12.04.2017 / arx

Community:

Bewertung: 2.5 (1 Bewertung)

 

 

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