Vendetta (2015)

Vendetta (2015)

Filmkritik: Raufereien hinter Gittern

Superman in Alltagskleidung
Superman in Alltagskleidung © Studio / Produzent

Mason Danvers (Dean Cain) ist ein Detective, ist auf den Fersen des Verbrechers Victor Abbot (Paul "The Big Show" Wight) und stellt diesen in einer alten Lagerhalle. Durch einen geschickten Schachzug Abbots kommt dieser aber bald wieder frei und nimmt Rache. Er dringt in Danvers Haus ein und tötet dessen Frau auf brutalste Art und Weise. Dafür geht's wieder in den Knast, aber Detective Danvers kann mit seinem Verlust nicht umgehen und setzt einen gewagten Plan um.

Der grosse Gegenspieler
Der grosse Gegenspieler © Studio / Produzent

Er rächt sich seinerseits an Abbot, killt dessen Bruder und lässt sich dafür ausgerechnet ins gleiche Gefängnis einliefern, in dem auch Victor Abbot inhaftiert ist. Dieser hat hinter den Mauern eine schöne Portion Macht erlangt, arbeitet er doch für den Gefängnisdirektor. Und genau diese Macht versucht unser Detective nun zu unterlaufen, indem er beginnt, Abbots Gruppe systematisch zu dezimieren. Er will den Mörder seiner Frau vor die Fäuste kriegen, doch dieser grosse Kerl ist nicht so einfach zu schnappen.

Vendetta ist ein ganz akzeptabler Thriller geworden, der niemanden gross fordert, aber etwas fürs Action-Auge bietet. Eine durchschnittliche Story, ein guter Bösewicht und mit 90 Minuten eine Laufdauer, die keine Sekunde zu lang ist. Wenn man jetzt noch ein paar flotte Sprüche reingepackt hätte, wäre das Teil sogar richtig unterhaltsam geworden. Kann man sich aber durchaus anschauen.

Die Produktionsfirma Lionsgate und die WWE-Studios haben bereits diverse Male gemeinsame Produktionen auf den Markt gebracht. The Condemned oder See No Evil sind zwei dieser Filme, die in ihren Genres durchaus Akzeptanz gefunden haben. Meist wird darin auch ein bekannter WWE-Wrestler positioniert, damit man auch jemanden zum Vermarkten hat. In Vendetta ist dies Paul Wight, der als "Big Show" im Ring kämpft und mit Knucklehead bereits Erfahrungen als Schauspieler hat sammeln können.

In Vendetta kommt der Riese überraschend brutal und böse daher, kämpft mit allen Mitteln und lässt schön artig Blut spritzen. Der arme Kerl, der ihm gegenüber steht, ist ein alter Bekannter aus dem Fernsehen. Dean Cain (Lois and Clark: The New Adventures of Superman war einst sein Durchbruch) hatte schon länger keinen grossen Hit mehr, dreht aber weiterhin fleissig kleinere Filme oder ist im TV präsent. Nun hat er sich in Vendetta eine actionreiche Rolle ergattert, für die er physische Fitness vorweisen muss, allerdings mimisch eher blass bleibt. Für eine solche Produktion reicht das aber völlig.

Man mag diese Art von Thriller mit Nasenrümpfen anschauen, aber grundsätzlich ist Vendetta eine solide Produktion geworden. Keine grossen Ansprüche, viel Prügeleien und vor allem ein Duell, das sich durchaus sehen lassen kann. Wobei vor allem "Big Show" dafür sorgt, dass die Intensität schön hoch bleibt, während Cain versucht mitzuhalten.

Dani Maurer [muri]

Muri ist als Methusalem seit 2002 bei OutNow. Er mag (fast) alles von Disney, Animation im Allgemeinen und Monsterfilme. Dazu liebt er Abenteuer aus fremden Welten, Sternenkriege und sogar intelligentes Kino. Nur bei Rom-Coms fängt er zu ächzen an. Wobei, im IMAX guckt er auch die!

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